Regierungspläne zu Managergehältern in der Kritik

Der Vorschlag der Regierung, die Vergütung der Manger stärker zu regulieren, stößt auf heftige Kritik. Sowohl  der Rechtsausschuss des Bundestags als auch die Regierungskommission Deutscher Corporate-Governance-Kodex (DCGK) erteilten den Plänen in großen Teilen eine Absage.

„Es ist zu bezweifeln, ob die Aktionärsentscheidung in der Hauptversammlung überhöhte Vorstandsbezüge verhindern wird […] Das in der Diskussion befindliche Gesetz wird in der Praxis die Verantwortung für eine angemessene Vergütung des Vorstands von einem klar zu identifizierenden Aufsichtsrat auf eine eher anonyme Hauptversammlung verschieben.“, sagte der Vorsitzende der Regierungskommission und Chef des Aufsichtsrates der Commerzbank, Klaus-Peter Müller.

Die Kodexkommission empfiehlt hingegen den börsennotierten Unternehmen, die individuellen Vorstandsvergütungen in ihrem Gesamtbetrag und auch ihren variablen Vergütungsteilen nach oben mit Grenzen zu versehen, die weiterhin der Aufsichtsrat unternehmensspezifisch festlegt.

Was die unterschiedlichen Vorschläge zur Managervergütung im Einzelnen für die Praxis bedeuten und wie überzogene Gehälter und Bonuszahlungen wieder auf ein Normalmaß zurückgeführt werden können, kann im Titelthema „Nach der Party“ des Personalmagazins, Ausgabe 7/2013 nachgelesen werden.

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