Das Versagen der Aufsichtsräte

Kluge Worte zu den aktuellen Tierversuchen der Automobilindustrie. Jedem Aufsichtsrat hätte auffallen können und müssen, dass diese Tierversuche von der PR-Abteilung und nicht von der FuE (Forschungs-) Abteilung in Auftrag gegeben wurden. Entweder wurde es übersehen oder ignoriert: Für beides könnte man zurücktreten. Auch ein „nicht Wissen“ macht schuldig, denn dass man solche Dinge in Erfahrung bringt, ist ja die Kernaufgabe eines Aufsichtsrats. Ansonsten bräuchte man diesen nicht.

Wir lernen drei Dinge. Erstens: Politiker und Aufsichtsräte, die nichts hören, nichts sehen und nichts fühlen, braucht kein Mensch. Zweitens: Wirtschaftsführer, die alles für moralisch legitimiert halten, was juristisch als einwandfrei gilt, erweisen ihren Firmen keinen Dienst. Drittens: Die Empörung der Gesellschaft ist nicht überzogen, sondern geboten. Wir brauchen uns nicht dafür entschuldigen, dass wir Gefühle besitzen, wo anderen offenbar eine Hornhaut gewachsen ist. Es gibt eine Form von Elitenverwahrlosung, die ist systemrelevant.

Diesem Zitat von Gabor Steingart, dem Herausgeber vom Handelsblatt ist nichts hinzuzufügen!

Quelle und gesamter Text: http://www.handelsblatt.com/meinung/morningbriefing/morning-briefing-30-januar-elitenverwahrlosung/20905132.html

Wie werde ich Aufsichtsrätin?

Die Frage

Heute erhielt ich in der LinkedIn Gruppe „Leader.In“ von Carina Kontio einen interessante Frage:

Ganz andere Frage Herr Stephan Wie werde ich eigentlich Aufsichtsrätin?

Ich hatte im Kommentar kurz geantwortet, eine etwas Umfangreichere wollte ich aber lieber hier formulieren. Um es kurz zu machen: Eine einfache und spontane Antwort kann ich auch nicht liefern. Aber auch einen Masterplan, eine strukturierte Vorgehensweise muss ich leider schuldig bleiben.

Die Antwort ……. ?

Betrachten wir zuerst: Wie werde ich Aufsichtsrat. Ich verwende den Begriff jetzt mal asexuell, da die Grundqualifikationen von jedem verfügt werden müssen, unabhängig vom Geschlecht.

  1. Fachwissen: Die Person muss über ein Fachwissen verfügen. Dieses müssen nicht zwingend Bilanzkenntnisse sein, es sei denn, man strebt eine Position im Finanzausschuss des Aufsichtsrates an. Spätestens seit dem AReG jedoch muss die Hälfte des Aufsichtsrat über Kenntnisse in der Branche verfügen.
  2. Führungserfahrung: Ein Aufsichtsrat hat verschiedene Aufgaben. Im Epizentrum seines Wirkens ist jedoch Bestellung und Kontrolle des Vorstandes. Dieses erfordert Feingeschick und Führungserfahrung („You cannot google Experience“)
  3. Netzwerk: Erfahrene Führungskräfte gibt es viele. Aber nur ca. 5% der jährlich neu zu besetzenden Aufsichtsratmandate werden über einen offenen Markt vergeben. Daher muss man, wenn man sich für einen Posten in einem Aufsichtsrat bemühen möchte, ein Netzwerk an Förderer in den richtigen Hierarchiebenen aufbauen.

Diese Hinweise waren noch allgemein. Im Kontext „Netzwerk“ kann man als Frau einiges tun: So gibt es Plattformen, die sich dem Thema gewidmet haben. Neben unserer (German IoD) ist vorrangig der FidAR zu nennen, die Initiative für mehr Frauen in die Aufsichtsräte.

Es gilt: Tue Gutes… und Rede darüber. Expertise alleine führt (leider) selten zu einem Erfolg. Daher könnte man sich als Frau, neben dem normalen Netzwerk in Profession und/oder Konzern auch hier etablieren. Der FidAR ist in Chaptern bundesweit organisiert und auf LinkedIn finden sich mehrere Vertreter. Hier wären zum Beispiel Frau Monika Schulz-Strelow oder Frau Benning Rohnke zu nennen, die einem sicherlich weiterhelfen.

Ein Blick über die Grenzen hilft übrigens auch: So werden gerade in der Schweiz öfters explizit weibliche Vertreter gesucht.

Management und Authentizität mit Social Media

Führungskräfte sind Teil der Arbeitgebermarke

Social Media ist überall und in aller Munde. Allerdings halten sich in Deutschland Führungskräfte aus dem Topmanagementbereich dezent zurück: Nur wenige sind zu finden, und wenn, sind die Profile verwaist.

Oft gilt als Argument: „Dafür habe ich keine Zeit„. Das Top Management ist aber das Aushängeschild des Arbeitgebers und der Marke, die sich daraus ergibt.

Authentizität

Wenn Top Führungskräfte unterwegs sind in sozialen Netzen, sollten jedoch weder verwaiste, noch von Agenturen gemanagte Profile genutzt werden. Interaktion mit anderen Benutzern steigert zum einem die Glaubwürdigkeit des Menschen hinter dem großen Namen und gibt damit eine sympathische Aura. Als angenehmer Nebeneffekt hilft es auch, nicht nur die vorgefertigte Meinung der Führungsebene darunter wahrzunehmen, sondern auch die Stimmungen aus der Basis. Diese Basis ist entscheidend für das Wohl des Unternehmens. Wer die Panik eines Bereichsleiters erlebt hat, wenn er beim Vorstand antreten muss, weiß, durch wie viele Runden die PowerPoints fliegen, bis diese endlich vorgetragen werden.

Am einfachsten kann man sich als realen Menschen, den man was fragen darf, positionieren, in dem man selber interagiert.

Es geht!

Ich möchte keine Negativbeispiele nennen: Diese findet man leider selber zu schnell. Aber Authentizität kann man mit relativ wenig Aufwand (und ganz ohne Agentur) erzielen: Einfach dabei sein, sich ausprobieren. Ein Positivbeispiel ist für mich zum Beispiel Janina Kugel von Siemens. Diese zeigt Aktivitäten und interagiert, auch persönlich, mit Mitarbeitern oder Interessenten. Dieses lässt Sie sofort sympathisch erscheinen. Aber auch Dieter Zetsche von Daimler, der letztens die Nutzung von LinkedIn pointierte:

Zetsche auf LinkedInEr ist sogenannter „Influencer“ auf LinkedIn und publiziert regelmäßig Artikel dort. In den Interaktionen kann man erkennen, dass er sich durchaus mit den Meinungen seiner Leser auseinandersetzt. Auch mit dem Carpool Recruiting zeigt er, dass er bereit ist, altbewährtes in Frage zu stellen und sich für Neues zu engagieren:

Ich kann auf jeden Fall das Folgen von Beiden auf LinkedIn und/oder Twitter empfehlen.

Das sind schöne Grüße zum neuen Jahr…

Mit Women’s Boardway schauen wir zuversichtlich auf erfolgreiche neue Projekte in 2018!

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„Wir sind überzeugt: Frauen, die wissen, wohin sie wollen, stellen sich nicht mit anderen in die Wartehalle. Sie entwickeln ihren eigenen Fahrplan und machen sich selbst die Tür zum Boardroom auf.“ Und genau diesen Weg ebenen wir gemeinsam…

Auszeichnung herausragender Aufsichtsräte

Nicht nur nach Ansicht der in Wien ansässigen BOARDSEARCH verändern Internationale Trends die Rolle und Aufgabe des Aufsichtsrats. Aufsichtsgremien gibt es zudem nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch in den Bereichen Politik, Kultur, Sport, Soziales und bei Non-Profit-Organisationen.

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Grand Hotel, Wien

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„Die Gala“ (Bild: www.leadersnet.at)

Mit der Award-Verleihung des AREX leistet BOARDSEARCH einen Beitrag zur Professionalisierung des Aufsichtsratswesens geleistet werden. Getreu dem Motto „Beste Köpfe für Ihr Gremium“ werden Awards in fünf Kategorien vergeben.

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„Der AREX“ (Bild: www.leadersnet.at)

Gala, Gewinner, Großartigkeit und mehr – alles in Wien bei der Auszeichnung herausragender Aufsichtsräte

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„Wilkommen“ (Bild: ER)

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Wir waren mit Eckart Reinke vom Deutschen Institut der Aufsichtsräte (German Institute of Directors)® vertreten. Ebenfalls vor Ort war Clarissa-Diana Wilke von der Women‘s Boardway GmbH
(Bild: Selfie)

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Brigitte Ederer, Aufsichtsrats-Vorsitzende der ÖBB-Holding AG, ex Siemens Vorständin und Industrie-Managerin, zusammen mit Dr. Josef Fritz
(Bild: www.leadersnet.at)

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Dr. Walter Rothensteiner, vorgestellt als der „mächtigste Mann in der Wirtschaft von Österreich“
(Bild: www.leadersnet.at)

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FidAR (Frauen in die Aufsichtsräte) war mit der Präsidentin Monika Schulz-Strelow prominent vertreten
(Bild: www.leadersnet.at)

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Hier ist FidAR-Präsidentin Monika Schulz-Strelow mit einem ihrer seltenen männlichen Mitglieder und Mitstreiter, Eckart Reinke

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Dr. Sandra Konnertz, Österreichische Managerin und ebenfalls FidAR-Mitglied zusammen mit ihrer Präsidentin Monika-Schulz-Strelow und Eckart Reinke vom German-IoD
(Bild: www.leadersnet.at)

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Dr. Edith Hlawati, Aufsichtsratsvorsitzende der Post AG, hier bei ihrer Dankesrede
(Bild: www.leadersnet.at)

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Der herausragende und geschätze Rudolf X. Ruter (Mitte)  mit seiner Frau (links) und Eckart Reinke vom German Institute of Directors®

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Und hier die geschätze Andrea Ipsmiller
(Bild: www.leadersnet.at)

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Monica Rintersbacher, Geschäftsführerin der Leitbetriebe Austria, als Jurymitglied für den Bereich „Familienunternehmen“
(Bild: www.leadersnet.at)

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Dr. Christin ter Braak-Forstinger, als Jurymitglied für den Bereich „Stiftungen“

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Hier sind die Gewinner des AREX 2017: Michael Patak (Non-Profit Organisationen), Andrea Hodoscheck (Investigativer Journalismus), Dr. Susanne Hillebrand (Stiftungen), Dr. Edith Hlawati (börsennotierte Unternehmen), Florian Fritsch (Familienunternehmen)

Und wer war noch alles so da (eine Auswahl):

So sieht sie aus, die Auflösung des 17. Dogma…

Hier ein Auszug aus dem Buch des AREX 2017 mit dem gedruckten 17 Dogmen von WOMEN’S BOARDWAY

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Wir sind überzeugt: Frauen, die wissen, wohin sie wollen, stellen sich nicht mit anderen in die Wartehalle. Sie entwickeln ihren eigenen Fahrplan und machen sich selbst die Tür zum Boardroom auf.

Und jetzt kann auch gebucht werden: https://womensboardway.de/ComeOn/

Countdown to AREX… nur noch wenige Stunden und dann das Life-Posting (17. Dogma) vor Ort

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Wir wissen, insbesondere Frauen erkennen die Chancen der Digitalen Transformation und führen Unternehmen und Institutionen zum Erfolg.

https://womensboardway.de/arex

Countdown to AREX… noch 3 Stunden, 1 Online-Posting und 1 Life-Posting

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Wir glauben, Arbeitszeit war gestern. Vollzeit, Teilzeit, vollzeitnah, sind Begriffe wie Kaugummi.
Was wirklich zählt, ist das Ergebnis.

https://womensboardway.de/arex

Countdown to AREX… noch 5 Stunden, 2 Online-Postings und 1 Life-Posting

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Wir wissen: Mutige Persönlichkeiten lassen sich nicht verbiegen, motivieren die Jüngeren, trauen ihnen etwas zu und – ja, auch das! – verzeihen Fehler.

https://womensboardway.de/arex

Countdown to AREX… noch 7 Stunden, 3 Online-Postings und 1 Life-Posting

 

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Wir sind überzeugt, Top-Entscheider*innen gehen neue Wege.
Im Vertrauen auf Innovationskraft und Führungsstärke setzen sie auf das Potenzial unkonventioneller Lebensläufe.

https://womensboardway.de/arex/