Aufsichtsrats-Komunikation… Der Sündenfall?

Das prmagazin berichtet in seiner September Ausgabe von 2018 intensiv über die Kommunikation von Aufsichtsräten.

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Da wir dem Thema Aufsichtsrats-Kommunikation durchaus kritisch gegenüber stehen, zitieren wir hier einen Ausschnitt des Artikels von Eckart Reinke aus der vorgenannten Ausgabe.

„Dass die vermeintlichen Vorreiter in Deutschland diese Regeln in unserem Two-Tier-System anwenden wollen, mag von mangelnder Kenntnis des Systems herrühren: Der Vorstand hat die alleinige Geschäftsführungsbefugnis und damit das alleinige Recht, das Unternehmen nach außen zu vertreten. Das ist eine Binsenweisheit, die manch einer absichtlich oder unabsichtlich vergisst. 

Verboten ist weiterhin die Geschäftsführung durch den Aufsichtsrat, der eben kein gesetzlicher Vertreter des Unternehmens ist. Die Einhaltung dieser Regel ist nicht nur aus Gesetzestreue wichtig. Ein zu dominanter Aufsichtsrat findet heute keine guten Vorstände mehr. Gute Vorstände wollen das Unternehmen in alleiniger Verantwortung führen, so wie es ihr Recht ist, insbesondere in Fragen der Strategie und der Kommunikation. 

Die Kernaufgabe des Aufsichtsrats bleibt es, die besten Vorstände zu finden. Wenn er dieser Aufgabe gewissenhaft nachkommt, muss er auch nicht in Strategie und Kommunikation eingreifen, andernfalls hat er zuvor möglicherweise seine Hausaufgaben nicht richtig gemacht, die besten Vorstände zu finden. Der Aufsichtsrat kann zwar kommunizieren, aber nur zu Themen, die ausschließlich in seine Verantwortung fallen. Darüber kann man diskutieren.

Kommt es zur Aufsichtsratskommunikation, darf kein Aktionär von wichtigen Informationen ausgeschlossen werden. Die Fair Disclosure – allen Anteilseignern steht zeitgleich die gleiche Information zu, etwa in Form von Ad hoc-Publizität – muss der Aufsichtsrat weiterhin zwingend beachten. Eine Zwickmühle, angesichts derer Nicht-Kommunikation oft die bessere Lösung sein kann. Grundsätzlich sollte ein Aufsichtsrat ein Kommunikationsbedürfnis mit dem Vorstand absprechen und diesen dann gegebenenfalls auch berichten lassen, wenn der Vorstand sich in seiner Kommunikationshoheit davon überzeugen lässt.“

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Dieser Ausschnitt des Kommentars von Eckart Reinke ist zuerst in der September-Ausgabe 2018 des prmagazin erschienen und dort auch in voller Länge verfügbar.

>>> Lesen Sie zum Thema Aufsichtsratskommunikation auch die Kommentare von
– Marc Tüngler
, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Er meint: Aufsichtsräte sollten in der Kommmunikation eine eher passive Rolle einnehmen.
– Michael Bürker, Professor für Marketing, Kommunikation & Marktforschung an der Hochschule Landshut. Seine Position: In welche Richtung die Entwicklung geht, scheint sich abzuzeichnen: Haltung ist gefragt. Regelungen stehen indes noch aus.

AREX – Die Auszeichnung herausragender Aufsichtsräte

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„Mit der Verleihung des AREX wurde eine Vorreiterrolle in Europa übernommen. Die innovative Ehrung von Aufsichtsräten in Wien ist hoffentlich erst der Beginn einer über Österreich hinauswachsenden Initiative. Damit wird die Bedeutung von Aufsichtsräten, Beiräten und auch des berichtenden Journalismus als gesellschaftliche Stütze dokumentiert und gefördert. Wo andere reden, werden hier Tatsachen geschaffen, die dem Standort Österreich ebenso helfen wie den Aktionären, Unternehmerfamilien und auch den Arbeitnehmern. So profitieren alle von erfolgreich geführten Unternehmen.“

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Wer in den Aufsichtsrat und Vorstand will, sollte hier dabei sein

Zusammen mit der Women’s Boardway GmbH bieten wir den Pre-Boarding-Belastungstest an. Ein Muss für jeden, der nicht auf der letzten Meile scheitern will.

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Teilnehmeranzahl begrenzt. Start in Kürze: 1. Februar 2019

 

Jahresempfang und mehr: Deutsches Aktieninstitut

Das Deutsche Aktieninstitut (DAI) unter der Leitung von Dr. Christine Bortenlänger entwickelt sich weiter prächtig.
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Frau Kramp-Karrenbauer gab dabei im Gespräch Einblick in die politische Vision über die zukünftige Entwicklung der Wirtschaft.ER Kramp

Das DAI liefert viele Beispiele der Best Practice für Aufsichtsräte von börsennotierten Aktiengesellschaften. Ein Blick auf das, was das DAI tut, lohnt sich daher immer. Einen guten Überblick gibt die Publikation „Kurvenlage“, in der die aktuellen Initiativen und Veranstaltungen dargestellt sind.
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So fand in diesem Jahr der Jahresempfang bei der BASF AG statt, da der aktuelle Präsident des DAI, Dr. Hans-Ulrich Engel, der Finanzvorstand dort ist.
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Führende Personen der deutschen Wirtschaft waren anwesend und zollten damit dem DAI den Respekt für die erbrachte Leistung.
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Unsere Buchempfehlung

Die menschliche Entwicklung schreitet kontinuierlich voran und bringt beständig neue Systeme hervor. Die Umwelt und damit auch der Kontext, in dem die Unternehmen agieren, verändern sich mit hoher Geschwindigkeit. Aktuell und beständig sind wir mit den Folgen der Globalisierung, Digitalisierung, einem neuen Selbstverständnis und einer zunehmend alternden Gesellschaft konfrontiert. Zeit, Ort und Struktur von Arbeit verändern sich laufend und die bisherigen Modelle der Zusammenarbeit werden neu definiert.

Agenda HR

Die beiden erfahrenen Unternehmerinnen, Professorin Anabel Ternés und Clarissa-Diana Wilke, machen mit diesem Werk ihre Ergebnisse von zahlreichen Gesprächen einer größeren Öffentlichkeit zugänglich. In scharfsinniger Weise haben die beiden Herausgeberinnen ein Kompendium zusammengestellt, in dem sie exemplarisch wegweisende Projekte und Themen herausstellen.

Wir wünschen allen Lesern die Weitsicht und Inspiration, die das Buch vermittelt.

Victress Gala 2018

Gerne haben wir auch in 2018 wieder die Victress Awards unterstützt. Es ist und bleibt eine der besten Auszeichnungen herausragender Frauen, die es auf deutschem Boden gibt.

Wir waren einer der Unterstützer neben vielen anderen prominenten Unternehmen.
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Ausgezeichnet werden Frauen, die ihren eigenen Weg gehen und nicht im Auftritt oder ihrem Karriereweg entsprechend die Männer kopieren. Es sind eben nicht diejenigen Frauen, die sich beklagen, benachteiligt zu sein, sondern diejenigen, die ihren Weg einfach mal losgegangen sind.

Die Jury setzte sich zusammen aus:
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Klaus Bresser, Stuart Cameron, Lea-Sophie Cramer, Andrea Galle, Prof. Dr. Jo Groebel, Manfred Hart, Jette Joop, Nelly Kostandinova, Annabelle Mandeng, Alexander Mazza, Ulrich Meyer, Annett Möller, Ralph Morgenstern, Ruth Moschner, Verena Pausder, Eckart Reinke, Stefanie Salata, Prof. Dr. Anabel Ternès, Dr. Alexander von Frankenfeld, Dr. Tanja Wielgroß, Falk-Willi Wild.

Ausgezeichnet wurde in unterschiedlichen Kategorien:
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Durch den Abend führte neben der wunderbaren Gründerin Soja Fusati auch Cherno Jobatey und zahlreiche prominente Laudatoren.
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Einen guten Überblick gibt dieses sehenswerte VIDEO

 

 

Interesse an einer Spitzenposition?

Unsere Empfehlung:

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Frauen in die Aufsichtsräte…

FidAR – „Frauen in die Aufsichtsräte“ so heißt der Verein, der sich auf die Fahne geschrieben hat, für das größere Ganze einzustehen und was für die Frauen in der Welt zu bewegen. Trotz dieses übergeordneten Ziels stellen sich die Förderer und Mitglieder auch immer wieder die operative Frage, wie der geheime Weg in den Aufsichtsrat eigentlich aussieht und wie man dabei die Gläserne Decke durchbricht, ohne sich daran zu schneiden.

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Zu diesem Zweck hat Eckart Reinke gestern in München seine jahrelange Erfahrung im kleinen Kreise preisgegeben. Denn es gibt ihn, diesen geheimen Weg in den Aufsichtsrat…

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Glass-Breaker – wie man ganz nach oben kommt

So viele talentierte und bestens qualifizierte Frauen, die mit ihrer Karriere nicht dort stehen, wo stehen müssten – obwohl sie doch vielfach besser sind als die aktuellen Positionsinhaber!

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„Glass-Breaker – wie man ganz nach oben kommt“, so heißt der Workshop von FidAR (Frauen in die Aufsichtsräte e.V.) am Montag, den 13. November 2017 um 18:00 Uhr bei Donner & Reuschel in München.

Eckart Reinke gibt in einem Impulsreferat einen praxisnahen Einblick in den Nominierungsprozess für Beiräte und Aufsichtsräte. Im Anschluss an Vortrag und Diskussion besteht ausreichend Zeit für den individuellen Austausch und die Gelegenheit zum Netzwerken.

FidAR-Mitglieder können sich bis zum 6.11.2017 unter geschaeftsstelle@fidar.de anmelden.

Ganz oben auf die Watchlist: JobUnicorn GmbH

Bereits 1997 wurde der Begriff des „war for talent“ erstmals von der Unternehmensberatung McKinsey verwendet. Jetzt, 20 Jahre später, ist der Kampf um die besten Mitarbeiter in Deutschland bereits in vollem Gange und wird sich in den kommenden Jahren noch weiter zuspitzen.

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Der Unternehmensgegenstand von JobUnicorn besteht in der Bestimmung von Übereinstimmungswahrscheinlichkeiten zwischen potentiellen Arbeitgebern und potentiellen Arbeitnehmern auf Basis eines „Social-Matching“. Dabei positioniert sich JobUnicorn perfekt in bisher ungelöste Markt- und Unternehmensbedürfnisse.

Wir glauben daran, das dem Social Matching die Zukunft gehören wird. Daher unterstützen wir die JobUnicorn GmbH mit ihrem Geschäftsführer, bzw. CEO (Chief Einhorn Officer), Matthias Oberstebrink.