Engel Voelkers

Der Aufsichtsrat brauch Diversität

Intro

Die Tage geisterte ein Tweet der Hamburger Unternehmung Engels und Völkers durch die Medien:

Engel VoelkersAnlass der Kritik: Weltfrauentag und fünf Männer im Top Management spricht darüber. Wo ist da der Fehler?

Der Aufsichtsrat brauch Diversität

Ein Führungsgremium in der heutigen Zeit soll und muss mit guten Beispiel vorangehen: Dass dabei nicht immer 50/50 eingehalten werden kann, ist nachvollziehbar. Ein Leitungsgremium allerdings zu 100% nur mit einem Geschlecht (im Regelfall Männer) besetzt zu haben, ist gerade für jüngeres Klientel schwer nachvollziehbar.

Um ein ausgewogenes Verhältnis zu bekommen, müssen gerade die Führungsebenen Vorstand und Aufsichtsrat dieses vorleben und so ein Signal setzen.

Dieses sollte jedoch nicht aus quotalen oder gar gesetzlichen Gründen erfolgen. Vielmehr gilt die Erkenntnis dass ein gemischtes Führungsgremium im Schnitt erfolgreicher ist. Hier können etliche Länder, zum Beispiel auch Deutschland, viel von skandinavischen Ländern oder auch Island lernen. Quoten können hierbei nur ein Werkzeug und ein temporäres Hilfsmittel darstellen. Insgesamt muss ein Umdenken bei allen erfolgen, nicht nur in den Führungsetagen, sondern bei Allen.

Um die Ziele der Diversität zu fördern, kann ich den FidAR empfehlen. Hier findet sich eine Petition, für alle, die sich für die Thematik einsetzen. Hier kann man auch den aktuellen Stand „einsehen„.

Auch für die Vernetzung der TOP Frauen in der Wirtschaft gibt es mittlerweile Foren und Möglichkeiten. Eine wäre der Global Female Leaders Summit, der jedes Jahr stattfindet, aktuell wieder im Mai in Berlin.

Nachtrag

Bei der Diskussion steht Engel und Völkers nur exemplarisch am Pranger. Das gepostete Bild wirkte auch mit dem Text eher zynisch und war eine Steilvorlage für die Reaktionen.

Allerdings hat Engel und Völkers (zumindest aus Social Media Gesichtspunkten) richtig reagiert:
Engel Völkers Nachtrag

Nicht den Tweet löschen, nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern sich der Diskussion zu stellen. Keiner verlangt, in den nächsten Tagen den Vorstand umzubauen. Aber wenn sich die Erkenntnis durchgesetzt hat, daran zu arbeiten und das Problem überhaupt wahrzunehmen, wurde schon einiges erreicht.

 

„Kontrollverlust“ – wirklich?

Ein lesenswerter Artikel im Handelsblatt vom 25./26./27. Mai

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„Aufsichtsräte zeigen sich reihenweise überfordert, lassen sich vom Management vorführen oder erweisen sich als überfordert, das richtige Führungspersonal einzustellen und bei Bedarf das falsche zu feuern…“

„Wo Kontrolle schwierig wird, wird sie häufig durch Vertrauen ersetzt – oder die Illusion davon…“

„Die Unternehmen müssen dringend versuchen, mehr Frauen in das Topmanagement zu kriegen…“

„… zum anderen müssen die Unternehmen bei der Suche neuer Aufsichtsratsmitglieder das Netz weiter auswerfen und auch bei Beratungsfirmen, Universitäten, Anwaltskanzleien und Nichtregierungsorganisationen suchen.“

Interesse an einer Spitzenposition?

Unsere Empfehlung:

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für mehr Informationen auf das Bild klicken

Wie werde ich Aufsichtsrätin?

Die Frage

Heute erhielt ich in der LinkedIn Gruppe „Leader.In“ von Carina Kontio einen interessante Frage:

Ganz andere Frage Herr Stephan Wie werde ich eigentlich Aufsichtsrätin?

Ich hatte im Kommentar kurz geantwortet, eine etwas Umfangreichere wollte ich aber lieber hier formulieren. Um es kurz zu machen: Eine einfache und spontane Antwort kann ich auch nicht liefern. Aber auch einen Masterplan, eine strukturierte Vorgehensweise muss ich leider schuldig bleiben.

Die Antwort ……. ?

Betrachten wir zuerst: Wie werde ich Aufsichtsrat. Ich verwende den Begriff jetzt mal asexuell, da die Grundqualifikationen von jedem verfügt werden müssen, unabhängig vom Geschlecht.

  1. Fachwissen: Die Person muss über ein Fachwissen verfügen. Dieses müssen nicht zwingend Bilanzkenntnisse sein, es sei denn, man strebt eine Position im Finanzausschuss des Aufsichtsrates an. Spätestens seit dem AReG jedoch muss die Hälfte des Aufsichtsrat über Kenntnisse in der Branche verfügen.
  2. Führungserfahrung: Ein Aufsichtsrat hat verschiedene Aufgaben. Im Epizentrum seines Wirkens ist jedoch Bestellung und Kontrolle des Vorstandes. Dieses erfordert Feingeschick und Führungserfahrung („You cannot google Experience“)
  3. Netzwerk: Erfahrene Führungskräfte gibt es viele. Aber nur ca. 5% der jährlich neu zu besetzenden Aufsichtsratmandate werden über einen offenen Markt vergeben. Daher muss man, wenn man sich für einen Posten in einem Aufsichtsrat bemühen möchte, ein Netzwerk an Förderer in den richtigen Hierarchiebenen aufbauen.

Diese Hinweise waren noch allgemein. Im Kontext „Netzwerk“ kann man als Frau einiges tun: So gibt es Plattformen, die sich dem Thema gewidmet haben. Neben unserer (German IoD) ist vorrangig der FidAR zu nennen, die Initiative für mehr Frauen in die Aufsichtsräte.

Es gilt: Tue Gutes… und Rede darüber. Expertise alleine führt (leider) selten zu einem Erfolg. Daher könnte man sich als Frau, neben dem normalen Netzwerk in Profession und/oder Konzern auch hier etablieren. Der FidAR ist in Chaptern bundesweit organisiert und auf LinkedIn finden sich mehrere Vertreter. Hier wären zum Beispiel Frau Monika Schulz-Strelow oder Frau Benning Rohnke zu nennen, die einem sicherlich weiterhelfen.

Ein Blick über die Grenzen hilft übrigens auch: So werden gerade in der Schweiz öfters explizit weibliche Vertreter gesucht.

So sieht sie aus, die Auflösung des 17. Dogma…

Hier ein Auszug aus dem Buch des AREX 2017 mit dem gedruckten 17 Dogmen von WOMEN’S BOARDWAY

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Wir sind überzeugt: Frauen, die wissen, wohin sie wollen, stellen sich nicht mit anderen in die Wartehalle. Sie entwickeln ihren eigenen Fahrplan und machen sich selbst die Tür zum Boardroom auf.

Und jetzt kann auch gebucht werden: https://womensboardway.de/ComeOn/

Countdown to AREX… nur noch wenige Stunden und dann das Life-Posting (17. Dogma) vor Ort

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Wir wissen, insbesondere Frauen erkennen die Chancen der Digitalen Transformation und führen Unternehmen und Institutionen zum Erfolg.

https://womensboardway.de/arex

Countdown to AREX… noch 3 Stunden, 1 Online-Posting und 1 Life-Posting

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Wir glauben, Arbeitszeit war gestern. Vollzeit, Teilzeit, vollzeitnah, sind Begriffe wie Kaugummi.
Was wirklich zählt, ist das Ergebnis.

https://womensboardway.de/arex

Countdown to AREX… noch 5 Stunden, 2 Online-Postings und 1 Life-Posting

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Wir wissen: Mutige Persönlichkeiten lassen sich nicht verbiegen, motivieren die Jüngeren, trauen ihnen etwas zu und – ja, auch das! – verzeihen Fehler.

https://womensboardway.de/arex

Heute Abend geht’s zum AREX… Sehen wir uns?

grand-hotel-may4360Wer wissen möchte, welche Überzeugungen hinter dem 17. und letzten Dogma des BOARDWAY Dogma 2017 stehen, kann dies heute Abend schwarz auf weiss nachlesen. Heute, am 16. November 2017, findet im Grand Hotel Wien die alljährliche festliche AREX-Gala von BOARD SEARCH statt.

Das Begleitbuch zur Gala, das „AREX“, wird nach der Preisverleihung als informatives Präsent an alle Gäste ausgegeben. Mit vielen Beiträgen von hochkarätigen Autorinnen und Autoren aus der Board-Community. Wir sehen uns! In Vorfreude grüßt Sie Eckart Reinke herzlichst auch im Namen unserer JointVenture-Partner, Clarissa-Diana Wilke & Kai-Alexander Mark von WOMEN’S BOARDWAY.