Neue Aufsichtsrats-Studie von Odgers Berndtson

Das Personalberatungsunternehmen Odgers Berndtson hat vor kurzem seine dritte jährliche Befragung von Aufsichtsratsvorsitzenden deutscher börsennotierter Unternehmen vorgestellt. 

Vor dem Hintergrund bestehender Gesetze, das VorstAG sowie der Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK) erhöhen sich die Anforderungen an die Unternehmen, der Qualifikationen sowie der persönlichen Haftungsrisiken der Aufsichtsräte. 

Ziel der Befragung, die in 2012 durchgeführt wurde, war es, zu ermitteln, wie Aufsichtsratsvorsitzende Unabhängigkeit definieren, welchen Stellenwert sie dem Kriterium Unabhängigkeit für die Zusammensetzung ihres Gremiums beimessen und wie die Chefkontrolleure Schadenersatzrisiken, die sich für sie aus ihrer Aufsichtstätigkeit ergeben, minimieren. Außerdem wurde untersucht, welche Maßnahmen das Board zur Professionalisierung der Aufsicht eingeleitet hat.

Die Studienergebnisse finden Sie unter http://www.odgersberndtson.de/fileadmin/uploads/germany/Documents/Studien/AR-Studie_2012.pdf

Bundesverband Deutscher Compliance Officer (BDCO) nimmt operative Tätigkeit auf

2012 gründete sich der aus dem Frankfurter Compliance-Kreises mit über 60 namhaften Compliance Officer und anderen bekannten Fachleuten der bundesweiten Verbands zur Vertretung von Compliance-Verantwortlichen. Aus diesem Frankfurter Expertengremium ging der Bundesverband Deutscher Compliance Officer (BDCO) hervor.

Für 2013 sind Ende Mai und Mitte September bereits zwei große Roundtables in Frankfurt/M. zu Fragen der zivil- und strafrechtlichen Haftung des Compliance Officers geplant. 

Die ersten Arbeitsgruppen sind eingerichtet und nehmen ihre Tätigkeit zeitnah auf.  Derzeit vorgesehen sind folgende Arbeitsgruppen:

  • Compliance Prozesse 
  • Berufsbild eines Compliance Officer
  • Risiko-/Gefährdungsanalysen
  • Datenschutz
  • Interne Ermittlungen im Unternehmen
  • MiFID Review
  • Geldwäscheprävention (für Banken)
  • Geldwäscheprävention (für Nicht-Banken)
  • Betrugsbekämpfung

Die Tätigkeit des BDCO soll sich nicht auf einzelne Branchen beschränken. Dies entspricht der stetig zunehmenden Bedeutung des Sicherstellens regelkonformen Verhaltens durch Unternehmen. Der BDCO soll vielmehr einen umfassenden und branchenübergreifenden Erfahrungsaustausch zwischen unterschiedlichen Industrie- und Dienstleistungszweigen zu ermöglichen. Dieser Ansatz soll es erleichtern, gemeinsame Lösungsansätze und entsprechende Compliance-Standards zu entwickeln. Neben mit Compliance-Themen beruflich befassten Personen können auch solche Unternehmen dem BDCO beitreten, die Compliance fördern oder sich über dieses Thema umfassend und zeitnah informieren wollen.

Der BDCO dient als Plattform für Ihren Informationsaustausch über Compliance-Themen zwischen Unternehmen, Mitgliedern, relevanten Behörden, Politik und anderen Verbänden. Zu diesem Zweck wird der BDCO gemeinsame Compliance-Standards erarbeiten und abstimmen. Er fördert die Prävention von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten durch die Schaffung wirksamer Compliance-Strukturen.

Führungskräftebefragung der Wertekommission

„Belastbare und glaubwürdige Wertesysteme leisten nach Einschätzung von Führungskräften in Deutschland einen bedeutenden Beitrag zum dauerhaften Unternehmenserfolg und verbessern die Voraussetzungen von Unternehmen, mit makroökonomischen Verwerfungen und Unsicherheiten umzugehen.“, zu diesem Ergebnis kommt die „Wertekommission – Initiative Werte Bewusste Führung e.V.“ in Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen und dem Steinbeis Transferzentrum ISL in ihrer gemeinsamen Studie.

Die vollständige Studie ist abrufbar im folgenden Link: 

Download: » Studie Führungskräftebefragung 2012 (.pdf)

Führungskräfte-Studie: Verantwortungsvoll führen. Von Vorbildern, Leitlinien und guten Taten

Die Akademie der Führungskräfte hat in ihrer aktuellen Studie 443 Manager zu den Führungsqualitäten in ihren Unternehmen befragt.

Das Ergebnis zeigt, dass 94,8 Prozent der befragten Führungskräfte im Berufsleben gerne Verantwortung tragen und sogar noch mehr (98,9 Prozent) von ihnen überzeugt sind, dass Vorgesetzte ihren Mitarbeitern ein Vorbild sein sollten.

Mehr als 50 Prozent glauben, diesen Anspruch selbst zu erfüllen, jedoch gibt jeder vierte zu, zuweilen mit dem eigenen Verhalten im Berufsleben zu hadern und manchmal entgegen der persönlichen Überzeugung handeln zu müssen. Im Hinblick auf ihren eigenen Vorgesetzten gibt fast jede dritte Führungskraft an, dessen Verhalten sei in ihren Augen zumindest „ab und zu“ moralisch fragwürdig.

Die vollständige Studie ist abrufbar unter http://www.die-akademie.de/servlet/servlet.FileDownload?file=015200000012k7T

Deloitte-Studie: Pre-Employment-Checks noch wenig verbreitet

Laut einer neuen Studie zur Risikominimierung bei der Personalauswahl sind so genannte Pre-Employment-Checks in Deutschland noch immer kein Thema. Dabei befragte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte DAX- und MDAX-Unternehmen zu ihren Recruitingpraktiken.

Trotz nachweislich hoher Raten von Wirtschaftskriminalität bei Mitarbeitern hält eine deutliche Mehrheit (80 Prozent) der Personalverantwortlichen in Deutschland eine generelle Überprüfung von Bewerbern für nicht erforderlich – nur 15 Prozent halten sie für notwendig.

Auch die Vorlage von Originaldokumenten ist nur für 28 Prozent obligatorisch. Frühere Arbeitgeber werden ebenfalls nur von 28 Prozent von den HR-Verantwortlichen kontaktiert. 44 Prozent erkundigen sich nach einem polizeilichen Führungszeugnis, wenn bestimmte Bereiche im Unternehmen betroffen sind. Nur fünf Prozent kontrollieren routinemäßig die Referenzen der Bewerber.

Dabei können neben Zeugnissen, Zertifikaten, Referenzen und amtlichen Informationsquellen auch Presseveröffentlichungen und das Internet Hinweise zur Integrität von Bewerbern geben. In vielen Unternehmen sind aus datenschutzrechtlichen Gründen jedoch Recherchen über Bewerber und Pre-Employment Screenings umstritten. Dies zeigt sich auch an dem noch immer als unzureichend kritisierten rechtlichen Rahmenbedingungen zum Arbeitnehmerdatenschutz. Im Gegensatz zu den USA und Großbritannien dürfen nur Informationen verwendet werden, die über allgemein zugängliche Suchmaschinen und Datenbanken gefunden werden.

Weiterführende Informationen:

Deloitte (2012): Risikominimierung bei der Personalauswahl: Momentaufnahme zur Lage von Unternehmen in Deutschland.

Vorschläge für Kodexänderungen 2013 veröffentlicht

Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat Formulierungsvorschläge für Änderungen am Kodex für börsennotierte deutsche Aktiengesellschaften veröffentlicht.

Enthalten sind unter anderem Vorschläge zur Verschlankung und besseren Lesbarkeit des Kodexes, Empfehlungen zur Vorstandsvergütung für mehr Transparenz und bessere Vergleichbarkeit sowie Regelungen zu unternehmensspezifischer Deckelung der Gesamtbezüge.

Die interessierte Öffentlichkeit kann die vorgeschlagenen Anpassungen bis zum 15. März 2013 schriftlich kommentieren. Pressemitteilung, Änderungsvorschläge sowie Aufruf zur Kommentierung stehen auf der Homepage der Regierungskommission zur Verfügung. Weiterführende Informationen unter www.corporate-governance-code.de/ger/news/

 

Simon Sinek: How great leaders inspire action

Simon Sinek stellt ein einfaches, aber leistungsfähiges Modell für Unternehemr und Führungskräfte vor, wie diese Maßnahmen anstoßen, in dem sie sich mit der scheinbar einfachen Frage „Warum?“ auseinandersetzen. Seine Beispiele sind Apple, Martin Luther King und die Gebrüder Wright.

Ethische Standards in der Wirtschaft

Viele große deutsche Unternehmen sind in strafrechtliche Ermittlungen verwickelt; was auf eine Verschlechterung der ethischen Standards in der Unternehmenskommunikation in Deutschland vermuten lässt. Wie steht es um die Ethik in deutschen Unternehmen?

Die Deutsche Welle hat sich zu Fragen der Corporate Governance in deutschen Unternehmen in folgendem Artikel gewidmet:

 

http://www.dw.de/image-problems-mount-in-corporate-germany/a-16460233

 

 

ThyssenKrupp: Aufsichtsrat unterstützt Vorstand bei neuer Führungskultur

Auf der heutigen Bilanzpressekonferenz stellte TK-Vorstandsvorsitzender Heinrich Hiesinger den Neuanfang bei ThyssenKrupp nach hohen Verlusten vor und warb um neue Unternehmens- und Führungskultur.

Themenwoche: Herausforderungen für Aufsichtsräte im Europäischen Kontext

Dr. Viktoria Kickinger, Gründerin & Präsidentin der Initiative Aufsichtsräte Austria (INAR/A, www.inara.at), geht heute in ihren Beiträgen auf die Diversity-Kultur in europäischen Unternehmen ein und arbeitet heraus, wie Frauenquoten in monistischen und dualistischen Systemen zur Unternehmenssteuerung geeignet sind.

Teil 5 – Corporate Governance & Diversität

Auf Grund der Clawback-Regelung werden künftig verstärkt Human Capital Experts in die Aufsichtsräte einziehen. Weitere Gründe stellt Dr. Viktoria Kickinger in folgendem Beitrag vor:

Teil 6 – Human Capital Experts