STEPHAN WERHAHN GESPRÄCHE vom 23. Februar 2016

Unser Vorstand Stephan Werhahn engagiert sich nicht nur für die Platzierung von herausragenden Aufsichtsräten, um den Standort Deuschland langfristig zu sichern, sondern er engagiert sich auch politisch zu dem Thema.

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Podiumsdiskussion zum Thema Digitale Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft lud Stephan Werhahn in die Münchener Räume der Traditionsbank Sal. Oppenheimer. Als Teilnehmer der Diskussion waren zu der Veranstaltung am 23.2. der Journalist und Publizist Roland Tichy, der Head of Public Policy DACH bei Uber, Fabien Nestmann, sowie Darya Nassehi, Managing Director & Partner bei TMG Consultants, geladen. Thema der Auftaktveranstaltung war die digitale Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft.
Das Internet schafft völlig neue Welten, und die tiefgreifende Bedeutung der digitalen Revolution ist auch heute noch nicht ganz abzusehen: Um diese These zu verdeutlichen, spannte Roland Tichy in seiner einführenden Keynote einen historischen Bogen und verglich die Bedeutung der Digitalisierung mit dem Buchdruck. Auch mit dessen Erfindung, die von Zeitgenossen zunächst unterschätzt wurde, war es noch nicht getan: Als nächstes musste die Bevölkerung lesen lernen. Auch hier eine Analogie zur Digitalisierung, denn die Kompetenz vieler Leute hinkt den Innovationen auch im Digitalen hinterher. Das Internet ersetzt nicht alte Produkte, sondern es schafft völlig neue Welten: Wir stehen erst am Anfang der digitalen Revolution, schloss Roland Tichy seinen Vortrag.
In der Digitalisierung steht beispielsweise der Journalismus vor einem tiefgreifenden Wandel. Er verliert an Einfluss in der neuen, digitalen Welt, da die Einstiegshürden geringer werden – heute kann sich jeder journalistisch betätigen. Und es passiere etwas Unerhörtes: Die Leser schreiben zurück und es wird eine ungeheure Masse an Wissen produziert. Teilweise kommt dadurch  Qualität etwas kurz, wie in der anschließenden Diskussion angemerkt wurde: Es gebe einen großen Bedarf an Durchdachtem im Journalismus. Wer die ungeheure, stetig wachsende Masse an Informationen im Internet am besten filtert, habe daher eine hervorragende Basis für ein Geschäftsmodell, so Darya Nassehi. Die beiden Welten – Digitales und Materielles, produzierendes Gewerbe und Apps wie Uber – werden sich treffen! In der Digitalisierung entstehen dadurch laufend neue Möglichkeiten.

Zur Website der Veranstaltung: http://unternehmen-heute.de/news.php?newsid=342147

STEPHAN WERHAHN GESPRÄCHE – EUROPA DER MARKTWIRTSCHAFTEN

Die Edition 2016 der „Stephan Werhahn Gespräche Europa der Möglichkeiten“ unseres Vorstands Stephan Werhahn hat begonnen.

Stephan Werhahn, designierter Spitzenkandidaten der Freien Wähler

Stephan Werhahn

 

 

 

 

 

 

 

Am 23. Februar 2016 findet in München das Gespräch zu „Digitale Transformation in Industrie und Kultur“ statt. Details finden Sie hier: Stephan Werhahn Gespräche

25 Thesen zur Zukunft der Arbeit

25 Thesen zur Zukunft der Arbeit (Gefunden in „Human Resources Manager“, unter dem u.g. Link gibt es auch die volle Version (hier stark gekürzt) und weitere Details zur Studie.)

Die Telekom hat mit der Uni St. Gallen 25 Megatrends zur Arbeit in der digitalen Welt verfasst. Experten prognostizieren die Auflösung der Organisation. HR muss handeln. Hier eine Auswahl:

Liquid statt starr

Die neue Arbeitswelt ist geprägt durch Netzwerke. Dadurch entstehen Arbeitsplätze ohne eindeutige organisatorische Zugehörigkeit.

Peer-to-Peer statt Hierarchie

Nicht mehr die Organisationszugehörigkeit, sondern nur noch die fachliche Expertise leitet Loyalitäten. Die gelösten Bindungen führen auch zum Ende der Organisierbarkeit.

Beauftragen statt einstellen

Unternehmen greifen immer weniger auf die dem Unternehmen fest verbundene Workforce zurück. Transparenz von Skills und Verfügbarkeiten hoch qualifizierter Fachkräfte führen zu einem „hiring on demand“. Das Arbeitsverhältnis wandelt sich zum Arbeitseinsatz.

SAP statt McKinsey

Komplexe IT-Systeme geben standardisierte Abläufe und Organisationsformen vor. Das Organigramm, das nicht ins IT-System passt, wird es nicht mehr geben.

Offen statt geschlossen

Es entsteht eine Öffnung vormals geschlossener Unternehmensstrukturen. Übergänge zwischen innen und außen werden flüssig, Herrschaftswissen verliert an Wert. Die Fähigkeit, schnell und offen zu skalieren, wird zum Königsweg. Dabei wird die Crowd zum Teil der Wertschöpfung.

Prosumenten statt professionelle Produzenten

Statt auf Mitarbeiter setzen Unternehmen bei der Produktentwicklung immer mehr auf Kunden. Es verschwimmen die Grenzen zwischen Produzenten und Konsumenten.

Vom Ausführen zum Überwachen

Die Rolle des Menschen im Produktionsprozess transformiert sich vom Erbringer der Arbeitsleistung in den Überwacher der Maschinen. Der Mensch kontrolliert und greift nur im Notfall ein.

Cloud- und Crowdworking als Übergangsphänomen

Digitale Leistungen werden in immer kleinere Teile zerlegt und an „Virtual Laborers“ delegiert. Durch Big Data Analysen können Wertbeiträge präzise einzelnen Arbeitskräften zugeordnet werden.

Die Datenleser

Von traditioneller Datenanalyse unterscheidet sich die Arbeit mit Big Data, da keine Hypothesen mehr benötigt werden („end of theory“). Die Fähigkeit, diese sinnhaft zu kombinieren und zu interpretieren, ist eine Schlüsselqualifikation digitaler Arbeit und nicht substituierbar.

Arbeit ohne Grenzen

Hochqualifizierte Spezialisten erbringen im Rahmen von Projektarbeit Arbeitsleistung rund um die Welt. Qualifikationen sind global transparent und vergleichbar. Die räumliche Verortung des Leistungserbringers spielt keine Rolle mehr. Arbeit erlangt damit erstmals die gleiche Mobilität wie Kapital.

Beruf und Privatsphäre verschwimmen

Die traditionellen Arbeitsorte und -zeiten lösen sich auf. Für Arbeitnehmer ergeben sich hieraus individuelle Gestaltungspotentiale, zum Beispiel zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf aber auch neue Belastungen („always on“).

„Wunderkinder“ dringen in die Chefetagen vor

Die weiter steigende Bedeutung von IT eröffnet den „Nerds“ den Weg in die obersten Unternehmensetagen. Was früher die musikalischen Wunderkinder waren sind heute die frühreifen App-Tüftler und Datenexperten. Zum disruptiven Wandel der Unternehmenskulturen wird diese Generation erheblich beitragen. Nicht formale Qualifikationen, sondern ausschließlich technisches Können entscheiden fortan über die Employability.

Büros dienen nur noch dem Netzwerken – nicht mehr der Arbeit

Der Arbeitsort von Menschen in flexiblen Arbeitsverhältnissen breitet sich auf den öffentlichen Raum aus. Physische Büros sind temporäre Ankerpunkte für menschliche Interaktion, die vor allem dem Netzwerken dienen. Gearbeitet wird überall – nur nicht am eigenen Schreibtisch.

Job-Hopper fordern die HR heraus

Die Bindung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber löst sich. Flexible Arbeits- und Kooperationsformen führen dazu, so dass Arbeitnehmer ständig mit einem Bein im Arbeitsmarkt stehen. Systematische Personalentwicklung wird so erschwert.

Führen auf Distanz

Der Abschied von der räumlich verorteten Arbeit geht mit einem Wandel von der Präsenz-zur Ergebniskultur einher. Führungskräfte müssen lernen, dass sie mehr motivieren als kontrollieren werden. Die Kunst besteht darin, persönliche Bindung auch über unpersönliche technische Kanäle aufzubauen und zu erhalten.

Neue Märkte erschließen, alte Märkte verteidigen können

Ein zunehmendes Innovationstempo erzwingt die ständige Neubesetzung zukunftsträchtiger Geschäftsfelder und die Transformation der bestehenden Geschäftsmodelle. Gleichzeitig muss das in der Gegenwart noch profitable Kerngeschäft so effizient wie möglich verfolgt werden. Management wird so „beidhändig“ und agiert in Gegenwart wie Zukunft gleichermaßen.

Original gefunden in und alle Rechte bei  „Human Resources Manager“:  http://www.humanresourcesmanager.de/ressorts/artikel/25-thesen-zur-zukunft-der-arbeit-1741120312, unter dem o.g. Link gibt es den ungekürzten Text und auch weitere Details zu Studie.

Keine Zeit zum Lesen von Business Books? Hier ist die Lösung…

„A Harvard MBA student shares 5 business books that will help anyone succeed“, so heißt der anliegende Artikel aus dem Business Insider UK Magazin. Es reichen tatsächlich diese 5 Bücher um up-to-date zu sein.
https://www.linkedin.com/pulse/thousands-good-new-business-book-time-reading-have-look-eckart-reinke?trk=pulse-det-nav_art

 

Wie Ethik und Moral die Handlungen von Managern beeinflussen

Dr. Irina Kummert untersucht in ihrer Dissertation die „Strategien der Moral am Kapitalmarkt“ und untersuchte nach welchen moralischen Grundsätzen Banker und andere Top-Manager handeln. Das Ergebnis zeigt, dass diese durchaus vielseitig sind und die Entscheidungen basieren häufig auf individuellen Definitionen von Moral.

Weiterführende Informationen sind abrufbar unter http://www.springerprofessional.de/interview-zur-dissertation-ethik-und-moral-am-kapitalmarkt—teil-2/4596372.html

12. Panel-Befragung: Planung, Strategie und Risikomanagement im Aufsichtsrat

Aus der 12. Aufsichtsrat-Panel-Befragung, der Zeitschrift „Der Aufsichtsrat“ in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO geht hervor, dass viele Mandatsträger im Rahmen ihrer Tätigkeit die zu späte Einbindung in Entscheidungen und den damit einhergehenden erhöhten Aufwand kritisieren. Außerdem wird eine mögliche Überschneidung von Beratungs- und Überwachungstätigkeiten im Rahmen der Aufgabenstellung von Aufsichtsräten bemängelt.

Nahezu zwei Drittel (62 %) der Befragten sehen insbesondere im deutschen „Two Tier“-System die Möglichkeit für eine Beratung durch den Aufsichtsrat oder seinen Vorsitzenden als gegeben an, 58 % halten das deutsche System diesbezüglich für vorzugswürdig. Bemängelt wurde jedoch, die geringe institutionelle Absicherung der Beratung im deutschen System. Die Mehrzahl der Aufsichtsräte bevorzugt das Themenfeld „Planung“ gegenüber „Strategie“ und „Risikomanagement“. Ebenfalls 62 Prozent fordern eine regelmäßige und frühzeitige Terminierung des Themas „Strategie/Strategiefortschreibung“ als Tagesordnungspunkt. In knapp der Hälfte der konkreten Vorschläge der Befragten wurde das Hinzuziehen externer Berater zu den Sitzungen angeregt.

Weiterführende Informationen und eine Zusammenfassung der Ergebnisse des 12. Panels erhalten Sie unter http://www.bdo.de/dateien/user_upload/pdf_rtf_presse/PM_2013/Pressemitteilung_AR-Panel_2013_14052013.pdf

Thomson Reuters Studie: Chancen-/Risiko-Radar 2013

Der Aufbau eines Risiko Management Systems (RMS) bzw. Compliance Management Systems (CMS) ist in den meisten Unternehmen in den meisten Fällen noch immer durch negative Vorfälle in der Vergangenheit oder äußeren Druck getrieben. Zu dem Ergebnis kommt der „Chancen-/Risiko-Radar 2013“ von Thomson Reuters und RiskNet. Für die Studie wurden 586 Risikomanagement-Experten aus deutschsprachigen Unternehmen aller Branchen befragt.

Demnach gaben fast 3/4 aller Teilnehmer an, dass der Hauptmotivator in ihrem Unternehmen für die Einrichtung eines RMS bzw. CMS historische Erfahrungen seien, gefolgt von regulatorischen Veränderungen, die rund die Hälfte als wesentlichen Treiber für die Einrichtung entsprechender Systeme sieht. Aber auch an anderen Stellen zeigt die Untersuchung, dass die Befragten sich dem Thema eher mit einer negativen Grundhaltung nähern: So beschreiben 59 Prozent der Befragten den Nutzen ihres RMS allein durch die Vermeidung von Risiken. Diese Einstellung überrascht wenig – zeigt die Studie doch zudem, dass lediglich 27 Prozent jemals den betriebswirtschaftlichen Mehrwert, den ihr RMS/CMS dem Unternehmen liefert, gemessen haben.

Die Studie ist abrufbar unter http://images.info.accelus.thomsonreuters.biz/Web/ThomsonReutersGRC/%7B90efa079-bfa4-4f30-9828-b355fc842c44%7D_Chancen-Risiko-Radar_final-survey.pdf

Quelle: finance magazin

 

Studie: Recruiting qualifizierter Manager

Welche Ansätze gibt es, qualifizierte Manager für ein Unternehmen zu begeistern? Viral Acharya (New York University), Marc Gabarro (Erasmus University) und Paolo Volpin (London Business School) haben das kürzlich einmal genauer untersucht.

Und sie sind auf einen erstaunlichen Zusammenhang gestoßen: Nein, Geld ist tatsächlich nicht die einzige Währung. Manche Konzerne weichen stattdessen die Aufsicht ihrer Manager auf, so die Erkenntnisse. Sie regulieren nicht so streng, was diese Manager machen dürfen und was nicht. Sie setzen darauf, dass diese größere Freiheit selber schon ein Anreiz ist. Die Wissenschaftler haben entdeckt, dass sich besonders größere Konzerne so verhalten.

Statt das lauthals zu beklagen, widersprechen die drei Wissenschaftler allerdings der landläufigen Vermutung, dass das alles schlecht sei. Nein, es sei nicht automatisch so, dass Manager die laxeren Regeln ausnutzten, um sich zu bereichern oder um sonst wie zweifelhafte Unternehmensentscheidungen zu treffen. Weil es ja gerade die besseren, talentierteren Manager seien, die das Angebot zu laxerer Aufsicht erhielten – und weil bessere Manager so etwas auch zu schätzen wüssten –, sei das Ergebnis häufig ziemlich gut.

Die vollständige Studie finden Sie unter http://pages.stern.nyu.edu/~sternfin/vacharya/public_html/AGV_paper_110512.pdf

Quelle: Die ZEIT