Huffington Füller LinkedInsiders

Über „Low Performer“ …..

intro

Ich wollte mich heute mal mit dem Thema der Team Performance auseinandersetzen. Wenn man ein Team hat von verschiedenen Personen, so gibt es in aller Regel eine Verteilung: Von „Genialen“ über „Normale“ bis hin zu echten Bremsen. Man kann hier der Normalverteilung nicht entgehen. Entscheidend ist aber das Gesamtergebnis, oft nicht das Ergebnis des Einzelnen, zu dem widerum alle beitragen.

Low Performer (?)

Was genau ist jetzt ein „Low Performer“? Für mich sind das Projektmitglieder, die häufig erwartete Ergebnisse nicht liefern. Gepaart ist das häufig mit Schuldzuweisungen und Gründen, warum nicht geliefert wurde. Wichtig ist hierbei, dass ich hier nicht zwingend von „Minderleistern“ im rechtlichen Sinne spreche, sondern Personen, die das Team stören. Besonders schwierig empfinde ich persönlich dabei die Kaste derjenigen, die sich Veränderungen verweigern („Haben wir noch nie so gemacht“, „Eigentlich müssen wir zuerst…..“).

Was tun?

Entscheidend ist für mich immer das Team, nicht die Führungskraft in erster Linie (diese zwar auch, das aber im Weiterem): Ist das Team bereit, die Arbeit desjenigen mitzutragen oder gibt es hier schon viele Verweigerer. Steht das Team hinter dem Mitglied, ist die Führungskraft gefordert, die Person zu entlasten und zu unterstützen.

Steht das Team nicht hinter der Person, was häufiger der Fall ist, wird es schwieriger: In diesem Moment ist die Führungskraft auch gefragt. Es muss ein Weg gefunden werden, dass diese Person sich auch etabliert. Hier hilft der Blick auf das Gesamtergebnis, das nur zu erreichen ist, wenn alle mit dabei sind. Hierbei kann man durchaus auch kenntlich machen, dass nicht alle einen gleichen Anteil am Ergebnis haben, und dass das auch nicht schlimm ist. Die Teambildung muss wesentlich voran getrieben werden.

Das Team muss soweit sensibilisiert werden, dass alle Teammitglieder akzeptiert werden, unabhängig von ihrer Performance des Einzelnen.Gerade diese Low Performer brauchen viel Unterstützung bis hin zu Lob (vielleicht auch proportional mehr, als genau diese es verdient hätten).

Allerdings gibt es auch irgendwann ein Ende. Eine zentrale Frage dabei: Wann ist dieser Punkt erreicht? Im Regelfall wesentlich später, als die Meisten zu Glauben vermögen. Trotzdem mag ich nicht ausschließen, dass bei wenigen Einzelfällen auch der Punkt der Trennung kommt.

Ungleich war gestern – Zeichen setzen für gleiche Chancen!

Intro

Letztens stieß ich auf ein gute und förderungswürdige Petition von Elke Benning-Rohnke und des FidAR Süddeutschland: „Ungleich war gestern„. Zeit, sich nicht nur damit auseinanderzusetzen, sondern auch Zeichen zu setzen.

Ungleich war gestern

Gerade verklingen die letzten Feierlichkeiten zu 100 Jahre Frauenwahlrecht. In den letzten 100 Jahren hat sich viel getan. Aber genug? Eine Wandlung in der Gesellschaft geht nicht über Nacht. Auch nicht in einem Jahr. Aber in einer Generation lässt sich viel erreichen. Dazu gehört aber auch, dass die Überzeugung von allen nach außen getragen wird.

Der FidAR hat sich zum Ziel gesetzt, die Aufsicht von Unternehmen zu diversifizieren, besser, eine paritätische Besetzung mit Männern und Frauen zu erreichen. Eine Quote kann hier nur ein Mittel sein, um kurzfristig eine Förderung zu erzielen. Langfristigkeit wird aber eher durch andere Werte erzielt. Und diese Werte müssen wir alle weitertragen.

Diese Werte können aber nur gelten, wenn alle diese weitertragen: #Diversity muss nicht als Modewort wieder verschwinden und durch Selbstverständlichkeit ersetzt werden. Ich würde mich daher freuen, wenn sowohl Einzelpersonen, als auch Unternehmungen, Organisationen und/oder andere Institutionen an der Petition teilhaben würden.

Diversity heißt, wenn wir NICHT mehr darüber reden, ist das Ziel erreicht

Im Grundgesetz, Artikel 2, steht:

Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit

Dieser Satz bezieht sich aber nicht ausschließlich auf Frauen, sondern erstreckt sich auf alle Perspektiven des Lebens: Religion, sexuelle Ausrichtung, körperliche Merkmale, persönliche und politische Ansichten (okay: Eingeschränkt auf Verfassungskonformität), alles Aspekte, die in Zukunft nicht mehr Einfluss auf Beruf und Karriere haben dürfen. Diversität ist dann erreicht, wenn all diese Aspekt schlichtweg egal sind. Nach normaler Ratio eine Selbstverständlichkeit, leider nicht die Regel. Und das wird nur besser, wenn wir alle diese Werte nach außen tragen und unseren Kindern vermitteln. Das heißt aber auch, die Gemeinschaft zu stärken und versuchen, alte Paradigmen abzulegen. Wenn das Kind krank ist, sollte es selbstverständlich sein, dass nicht ausschließlich die Mutter zu Hause bleibt, und das niemand die Nase darüber rümpft.

Das Versagen der Aufsichtsräte

Kluge Worte zu den aktuellen Tierversuchen der Automobilindustrie. Jedem Aufsichtsrat hätte auffallen können und müssen, dass diese Tierversuche von der PR-Abteilung und nicht von der FuE (Forschungs-) Abteilung in Auftrag gegeben wurden. Entweder wurde es übersehen oder ignoriert: Für beides könnte man zurücktreten. Auch ein „nicht Wissen“ macht schuldig, denn dass man solche Dinge in Erfahrung bringt, ist ja die Kernaufgabe eines Aufsichtsrats. Ansonsten bräuchte man diesen nicht.

Wir lernen drei Dinge. Erstens: Politiker und Aufsichtsräte, die nichts hören, nichts sehen und nichts fühlen, braucht kein Mensch. Zweitens: Wirtschaftsführer, die alles für moralisch legitimiert halten, was juristisch als einwandfrei gilt, erweisen ihren Firmen keinen Dienst. Drittens: Die Empörung der Gesellschaft ist nicht überzogen, sondern geboten. Wir brauchen uns nicht dafür entschuldigen, dass wir Gefühle besitzen, wo anderen offenbar eine Hornhaut gewachsen ist. Es gibt eine Form von Elitenverwahrlosung, die ist systemrelevant.

Diesem Zitat von Gabor Steingart, dem Herausgeber vom Handelsblatt ist nichts hinzuzufügen!

Quelle und gesamter Text: http://www.handelsblatt.com/meinung/morningbriefing/morning-briefing-30-januar-elitenverwahrlosung/20905132.html