Die Digitale Transformation benötigt ein neues Mindset

The Digital Transformation requires a new Leadership Mindset

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Heute las ich einen Artikel von Prof. Dr. Scholz über die Zukunft der Arbeit. Grundlage war ein Positionspapier, was HR Vorstände über die Digitalisierung denken. Herr Scholz hat dabei viel Wahres geschrieben, so dass ich den Artikel nur empfehlen kann.

Ein neues Mindset wird benötigt

Um die Arbeitswelt der Zukunft gestalten zu können, muss man diese als Unternehmen auch erreichen. Damit kommt man um das Thema Digitalisierung kaum herum: Zu viele offene Stellen bietet so ziemlich jeder Businessprozess, um kleinen Unternehmungen Platz zu bieten. Diese greifen dann wertvolle Marge ab.

Diesem Phänomen kann man nur entgegnen, wenn man selber sich intensiv mit der Thematik beschäftigt. Rezepte hierzu gibt es nicht: Es gilt, den gesamten Business Prozess auf den Prüfstand zu stellen. Dabei ist die gesamte Wertschöpfungskette zu betrachten.

Ein Kulturwandel hilft hierbei: Die Prozesse ändern sich immer schneller und radikaler. Das bedeutet, ein auf Micromanagement aufgebaute Unternehmungsführung ist darauf konditioniert, Prozesse immer kleinteiliger zu betrachten und zu optimieren, jedoch nicht, um es radikal umzubauen. Führungskräfte brauchen dazu neue Qualitäten: Es ist der Typus „Leader“ gefragt, der neue Ideen umsetzt und auch mal daneben greift (was aber aus ökonomischer Sicht nicht zu oft passieren sollte). Hier kommen wir zum Empathie Paradoxon: Gerade das Top Management soll jetzt Qualitäten aufweisen, mit denen diese in den vergangenen jahren nicht die Karriere dort hin hätten beschreiten können.

Mensch und Digitalisierung sind die Objekte

Die Digitalisierung fordert neues (oder besser: anderes) Denken. Ohne kreative Menschen kann man den Weg nicht beschreiten. Die Qualitäten werden zunehmend andere werden. Auch wenn der Mensch im Gesamtkonstrukt eines Unternehmens ein ersetzbares Objekt darstellt, muss die Führung jeden einzelnen respektieren und als Individuum wahrnehmen: Der Erfolg hängt vom Team ab und nicht von einzelnen Leuchttürmen.

Lob ist das neue Micromanagment!

Extro

Inhaltlich gebe ich Professor Dr. Scholz in vielen Punkten recht. Aber: Das Papier zu zerreißen entspricht gerade nicht den Werten, die man für den Umbau in die digitalen Gesellschaft benötigt. Also ist die Quintessenz von mir:

Ich freue mich, dass das Positionspapier so wenig Rechtschreibfehler enthält!

Europa und Arbeit im Aufsichtsrat

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EuropaflaggeZur Zeit liest man viele Artikel nach dem Schock des Brexit. Viele haben den gleichen Tenor: Was passiert nun? Wie geht es weiter? Einmalige Angelegenheit oder Startschuss zum Zerbrechen der EU? Im Aufsichtsrat sollte man sich jetzt ein Bild über die Lage des Unternehmens machen.

Jetzt ist die Zeit für den Aufsichtsrat

Im Moment findet sich die europäische Wirtschaft im Umbruch. Jedes Unternehmen kann betroffen sein durch direkten oder direkten Impact: Sei es, dass sich die Abnehmer- oder Lieferantenstruktur ändert, sei es durch sich ändernde Währungsrisiken, aber auch durch Veränderungen in der Struktur der Mitbewerber.

Daher sollte sich ein Aufsichtsrat davon überzeugen, wie sich der Vorstand mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Hierbei sollten, dadurch, dass der endgültige Ausgang nicht weiter bekannt ist, Szenarien durchgespielt werden.

Fragen für die nächste Aufsichtsratsitzung, die ein Vorstand beantworten könnte:

  1. Ist unser Unternehmen durch den Brexit betroffen?
  2. Haben wir Kunden im entsprechenden Bereich?
  3. Haben wir Lieferanten im entsprechenden Bereich?
  4. Haben wir Mitbewerber im entsprechenden Bereich?
  5. Ändern sich Währungsrisiken?
  6. Welche Risiken, aber auch Chancen ergeben sich?
  7. Der Dominoeffekt im europäischen Raum? Welche „Klumpenrisiken“ hätte unser Unternehmen mit anderen, europäischen Staaten (Italien, Spanien, Griechenland)?

Nicht bei allen Fragen kann zum jetzigen Zeitpunkt irgendein Vorstand sprechfähig sein. Allerdings muss man sich mit dem Thema rechtzeitig auseinandersetzen. Reines „Abwarten“ und „Müssen-wir-sehen“ sind als passive Strategien nicht empfehlenswert.

Metaebene und weiterführende Literatur

Die Themen werden zur Zeit eher auf Metaebene, und damit außerhalb des Wirkungsbereiches von Unternehmen behandelt. Empfehlenswert der Artikel von Stephan Werhahn im aktuellen Focus. Europa benötigt dringend Unterstützung. Als Unternehmen muss man sich auf die verschiedenen Szenarien einstellen.