Piech informiert VW-Aufsichtsrat: Konzern vor massivem Umbau

Berlin / Wolfsburg. VW-Chef Martin Winterkorn will den Volkswagen-Vorstand umbauen. „Es steht ein großer Umbau bevor, um den Konzern für 2018 fit zu machen“, meldete am Donnerstag die Nachrichtenagentur Reuters. Insidern zu folge, soll der Scania-Chef Leif Östling nach dem Umbau das Lkw-Ressort des Wolfsburger Konzerns leiten.

Ferdinand Piechs trifft sich an diesem Freitag mit dem VW-Aufsichtsrat, um die Umstrukturierungspläne des Lkw-Geschäfts zu legitimieren. Zum VW-Konzern gehören u.a. die schwedische Marke Scania auch die Münchener MAN und die VW-Transportersparte.

Vorstandsmitglied Karl-Thomas Neumann wird das umsatzstarke China-Geschäft übernehmen. „Wir brauchen jemanden, der gegenüber der chinesischen Regierung als Repräsentant auftritt und damit Winterkorn entlastet“, so die Aussagen aus VW-Kreisen.

Nach Rekordlohn für Winterkorn: McAllister will VW-Vorstandsgehälter diskutieren

Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) sieht den Aufsichtsrat des Autobauers Volkswagen als geeignetes Gremium für eine Debatte um die Gehaltsstruktur der VW-Spitze. „Fragen der künftigen Ausgestaltung von erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteilen gehören in das Präsidium sowie in den Aufsichtsrat und nicht in die Öffentlichkeit“, sagte er dem Handelsblatt.

McAllister ist der erste Vertreter der Kapitalseite, der eine Diskussion über Veränderungen anspricht. Das Land hält gut 20 Prozent der VW-Stammaktien und verfügt über zwei Sitze im Kontrollgremium des Konzerns. Die Einkünfte von Volkswagens Vorstandschef Martin Winterkorn für das Jahr 2011 in Höhe von mehr als 16,5 Millionen Euro haben eine Debatte um die Deckelung von Vorstandsgehältern ausgelöst. Winterkorn bekommt aufgrund des unerwartet großen VW-Erfolges für das vergangene Jahr das höchste Einkommen, das jemals ein Vorstandschef eines Dax-Unternehmens bezogen hat. Die Arbeitnehmerbank verteidigt das Rekordgehalt, hat aber ebenfalls Veränderungsbedarf erkennen lassen. Weiterlesen