ThyssenKrupp: Aufsichtsrat unterstützt Vorstand bei neuer Führungskultur

Auf der heutigen Bilanzpressekonferenz stellte TK-Vorstandsvorsitzender Heinrich Hiesinger den Neuanfang bei ThyssenKrupp nach hohen Verlusten vor und warb um neue Unternehmens- und Führungskultur.

Aufsichtsratssitzung ThyssenKrupp

Nach der Entlassung dreier Vorstände entbrennt im Aufsichtsrat von ThyssenKrupp eine Debatte um die Zukunft des Vorsitzenden Gerhard Cromme.

In der heutigen Sitzung wird Cromme mit Fragen zu seiner Mitverantwortung für die enormen Fehlinvestitionen im Konzern, Kartellabsprachen, Korruption, Bestechung und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit angeblichen Luxusreisen eines Vorstands konfrontiert. „Es muss eine neue Unternehmenskultur geben“ lautet der Tenor aus Aktionärskreisen.

In Arbeitnehmerkreisen wird Aufsichtsratschef Cromme hingegen verteidigt. Dieser habe mit dem Entschluss vom Mittwoch das Heft des Handelns in die Hand genommen, und somit seine Position gestärkt, hatte Konzernbetriebsratschef Wilhelm Segerath kommentiert.

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http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE8B604S20121207

http://investigativ.welt.de/2012/12/09/gerhard-cromme-und-das-spiel-mit-dem-aufsichtsrat/

http://www.derwesten.de/wirtschaft/weiter-unruhe-und-wilde-geruechte-bei-thyssen-krupp-id7372052.html

 

ThyssenKrupp Aufsichtsrat lässt die Rolle Eichlers im Schienenkartell gutachterlich prüfen

Essen (RP). Der Stahlchef von ThyssenKrupp, Edwin Eichler, war spätestens im Jahr 2006 über eine mögliche Verwicklung von ThyssenKrupp in ein Schienenkartell informiert. Das geht aus einem geheimen Vermerk der Wirtschaftskanzlei Freshfields hervor, die damals von ThyssenKrupp den Auftrag hatte, den Kartellverdacht zu prüfen.

ThyssenKrupp wurde im vergangenen Juli wegen der Beteiligung an einem Schienenkartell zu einem Bußgeld von 103 Millionen Euro verurteilt. Der Aufsichtsrat lässt gegenwärtig die Rolle Eichlers bei dem Kartell gutachterlich prüfen. Das Ergebnis, das schon in der vergangenen Woche vorliegen sollte, steht aus. Stahl-Chef Eichler war in dem kritischen Zeitraum noch Vorstandschef der Konzernsparte „Materials“ und hatte die Verantwortung für deren Schienen-Tochter „GfT Gleistechnik“. [mehr…]

Quelle: RP