Theo Waigel: Werteorientierung von Compliance Systemen


Berlin/München. Der ehemalige deutsche Finanzminister Dr. Theo Waigel hat in den letzten vier Jahren im Auftrag der US-Börsenaufsicht Siemens in Compliance-Angelegenheiten auf die Finger gesehen. Waigel hat nun seinen letzten Bericht vorgelegt und bescheinigt, dass Siemens seine Empfehlungen vollständig umgesetzt habe.

Waigel galt als führender Anti-Korruptions-Aufseher und zog eine durchweg positive Schlussbilanz. Siemens sei heute „ein Vorbild für die Verhinderung von Korruption in Unternehmen“, erklärte er. Sah sich der ehemalige CSU-Spitzenpolitiker zu Beginn seiner Tätigkeiten selbst noch „als eine Art Bewährungshelfer für Siemens“ sei es nach seiner Einschätzung nach rundum gelungen die Compliance-Regeln bei Siemens heute zu verwurzeln und im Alltag zu leben. Siemens ist zudem Gründungsmitglied des „Deutschen Instituts für Compliance“.

Sehen Sie ergänzend die Kernbotschaften zur Werteorientierung von Compliance Systemen, die Waigel bei der Jahrestagung des Deutschen Netzwerkes Wirtschaftsethik an der GGS in seinem Eröffnungsvortrag formulierte

Korruption in Deutschland

Korruption ist ein typisches Problem in der Dritten Welt. Aber stimmt das? Wie bestechlich sind die Eliten in Deutschland?

Der Kurzfilm „Homo Corruptus“ von Michael Marks zeigt, dass Korruption auch hierzulande an der Tagesordnung ist. Sie wird jedoch kaum wahrgenommen und findet im Hinterzimmer statt. Auf der Ebene der Topmanager, der Aufsichtsrats- und Vorstandsvorsitzenden sowie der städtischen Beamten. Wirtschaftskorruption errichte 2009 den höchsten Stand seit ihrer statistischen Erfassung.

Sehr sehenswerter Beitrag mit viel Diskussionspotential!