Wie geht man mit „toxischen“ Führungskräften um?

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Die Digitalisierung (Was genau heißt das jetzt?) erfordert ein Umdenken in den Führungsstrukturen. Hierbei gilt: Neue Ideen benötigen mehr Freiraum und Kreativität. Und dazu muss man den Mitarbeitern mehr Freiraum gönnen. Das bedeutet aber auch, loszulassen und Abkehr vom Micromanagement. Für viele Führungskräfte bedeutet dieses eine Umstellung, an der einige auch scheitern.

Zu neuer Führung gehört auch die sachgrundlose Wertschätzung!

Auf Twitter fragte ich mal: Wie sollte man denn mit toxischen Führungskräften umgehen: Den Micromanagenden Choleriker, der Angst und Schrecken unter seinen Mitarbeiter verbreitet. Die Antwort, die ich von verschiedenen Seiten erhielt, war eindeutig: Entsorgen.

Mit der gleichen Selbstverständlichkeit, wie NewWork und Vertrauen propagiert wird, wurde mir klar gemacht: Raus mit solchen Leuten. Allerdings: Die meisten von diesen Führungskräften haben ihre Position nicht erarbeitet, weil sie einen schlechten Führungsstil haben, sondern trotzdem. Das bedeutet, dass diese Personen ja Qualifikationen aufweisen. Hinzu kommt das Empathie Paradoxon: Es werden Skills in den Mittelpunkt gestellt, die über Jahre in den Hierarchien wegkonditioniert wurden.

Wenn ich eine neue Kultur des Vertrauens aufbauen möchte, ist ein denkbarer schlechter Start, Personen herauszukatapultieren, die jahrelang einen Job geleistet haben: Führe ich dann nicht den Anspruch ad absurdum?

Zum ersten muss ich diese toxischen Führungskräfte identifizieren. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten (Mitarbeiterbefragungen, Fluktuationsmessungen etc.), aber oft reicht das Verweilen in der Kaffee- oder Raucherecke.

Im Folgenden ist das Gespräch zu suchen: Wie kann ich den Menschen einsetzen, sinnvoll und ohne ihn zu brüskieren: Es gibt Lösungen, oftmals im Stabsbereich. Hier sollte man sich in Erinnerung rufen: Nur weil es mit der Führung hapert, haben diese Personen fast immer exzellente Skills, die genutzt werden sollten. Ein „Entsorgen“ ist nur eine allerletzte Option…. die eigentlich auch schon vor Umbau und Transistion der Organisation hätte stattfinden müssen.

Eine glaubhafte Umgestaltung einer Organisationsstruktur ist nur möglich, wenn man alle, wirklich alle, Mitarbeiter mitnimmt.

Frauen vernetzt Euch – Global Female Leaders 2018

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Das Thema „Diversity“ ist nach wie vor im Brennpunkt, und das im Jahr 2017. Um das Thema weiter zu fördern, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Seit Jahren engagiert sich der FidAR für Frauen in den Aufsichtsrat, Kienbaum hat unter der Leitung von Sabine Hansen ein eigenes Netzwerk etabliert und einmal im Jahr gibt es die „Globale Female Leaders„, in 2018 in Berlin.

Global Female Leaders 2018

Die Global Female Leaders 2018

Global Female Leaders Summit 2018 – ein internationaler Wirtschaftsgipfel für Frauen –  wird zum 5. Mal am 3.-5. Juni 2018 in Berlin stattfinden.  Das Ziel war es, ein globales Netzwerk hochrangiger weiblicher Führungskräfte zu etablieren und so länderübergreifend  Frauen, die etwas zu sagen haben, eine Plattform zu geben – wir etablieren das  „Davos für Frauen“.

Und wir sind dabei auf dem richtigen Wege; über 250 hochkarätige Frauen aus der Wirtschaft und mehr als 60 international renommierte Sprecherinnen waren in diesem Jahr mit dabei und haben den intensiven Austausch gepflegt.  Die dynamischen Entwicklungen der Globalisierung, die Auswirkungen der Digitalisierung, einhergehend mit den unglaublichen Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz, die Arbeitswelten und unsere Werte in der Führung – das beschäftigt alle in der unternehmerischen Verantwortung und wird über die nächsten Jahre unsere zentrale Herausforderung sein.  Bei unserem Summit  lernen wir nicht nur  voneinander als Menschen der Wirtschaft, auch über die geopolitischen Risiken wird gesprochen.  Das Motto unseres 5. Gipfels lautet: „The Values of Leadership in Times of Transformation, Disruption and Artificial Intelligence”.

Sie erfahren mehr über unseren Summit unter der Page und gewinnen Eindrücke der früheren Veranstaltungen.  Bei den vergangenen Summits waren einige unserer hochkarätigen Sprecherinnen:  Cherie Blair, CBE, QC, Founder of the Cherie Blair Foundation for Women, Martina Hund-Mejean, CFO, MasterCard, USA, Baroness Catherine Ashton of Upholland, former First Vice President of the European, Labor Politician and Member of Parliament, Anne Berner, Minister of Transport and Communications, Government of Finland, Janet Henry, Global Chief Economist, HSBC UK, Kristalina Georgieva, Vice-President of the European Commission, European Commissioner for Budget, Human Resources and Security.

Als German Institute of Directors® haben wir ein Kontingent von einigen Plätzen zu Sonderkonditionen, um daran zu partizipieren, senden Sie eine Email an: e.reinke@mein-aufsichtsrat.de

Anmeldungen sind auch direkt möglich über die Homepage des Global Female Leaders, die Anmeldungen sind auf 300 begrenzt.

 

Micromanagement – der Tod der Kreativität

Warum Micromangement der Tod der Kreativität ist

In den letzten Jahren konnte man in vielen Unternehmen einen Trend wahrnehmen: Der Hang zum Micromanagment. Was steckt dahinter? Führungskräfte versuchen möglichst alles zu verstehen und jeden Arbeitsschritt reportingfähig zu gestalten. Dieses ist für viele eine lebenserhaltene Maßnahme, um jederzeit zu jedem Thema gegenüber den eigenen Vorgesetzten auskunftsfähig zu sein und zu suggerieren, wirklich alles im Griff zu haben.

Die Arbeitsteilung wird immer kleinteiliger und jeder ist angehalten, nicht über den Tellerrand hinauszuschauen.

Der Umkehrschluss jedoch: Die bestehenden Prozesse werden immer besser, werden aber an sich nicht ein Frage gestellt. Dieses hat zur Folge, dass Innovationen immer seltener werden. Stattdessen werden die bestehenden Prozesse in marginalen Schritten immer besser.

Schaut man sich aber die „Hitliste“ der größten Konzerne nach Marktkapitalisierung an, so findet man dort in den letzten Jahren zunehmend Newcomer. Microsoft ist eher der alte Hase unter diesen Konzernen:

Größte Konzerne der Welt 2017 nach Marktkapitalisierung

Innovation ist auch in alten Strukturen möglich

Dabei ist Innovation nicht zwingend auf neue Unternehmen beschränkt. Ein aktuelles Beispiel ist tatsächlich DHL: Diese waren auf der Suche nach einem eTransporter zur Postauslieferung. Alle Hersteller winkten ab: Nicht rentabel, nicht möglich. Daraufhin hat die DHL einen eigenen mit Hilfe der RWTH entwickelt. Diese bevölkern mittlerweile das Straßenbild und die DHL fängt an, diesen auch am Markt anzubieten. Die DHL als ernstzunehmender Konkurrent der allmächtigen deutschen Autoindustrie.

eScooter dhl Streetscooter

Solche Lösungen sind möglich. Dazu benötigt man aber eins: Mitarbeiter, die neue Ideen entwickeln, kreativ sind und außerhalb der bestehenden Prozesse und Strukturen denken. Dazu ist eines nötig: Vertrauen. Die Mitarbeitern müssen Freiräume eingeräumt werden. Vorgesetzte sind dabei eher als Unterstützer gefragt, nicht als Personen, die kleinteilig jegliche Maßnahme und jeden Arbeitsschritt kontrollieren. Tun sie dieses, sind die Mitarbeiter genötigt, fehlerfrei und in deren gesetzten Grenzen zu arbeiten. In diesen Grenzen jedoch entstehen keine neuen Ideen und kreative Lösungen.

Ernst&Young Studie: Mixed Leadership hat positiven Einfluss auf Unternehmensperformance

Der Anteil an Frauen im Spitzengremium der 290 untersuchten börsennotierten Unternehmen Europas ist zwischen 2005 und 2010 von 5 auf 8 % gestiegen. Dennoch haben 58 % der Unternehmen in 2010 ein rein männlich besetztes Vorstandsgremium. Und dies, obwohl sich Unternehmen mit weiblicher Vertretung im Spitzengremium bei den Kennziffern „Umsatz“ und „Gewinn“ im Zeitraum 2005 bis 2010 besser entwickelt haben als Unternehmen ohne.

Ernst&Young hat den Einfluss auf die Unternehmensperformance gemischter Führungsteams genauer untersucht untersucht. Die Ergebnisse finden Sie unter Ernst&Young: Mixed Leadership 2012