BER: Druck auf Aufsichtsrat des Flughafens wächst

 

Klage des BER-Betreibers gegen die gekündigten Planer offenbart Brisantes Seit 2009 waren Probleme auf der Baustelle bekannt.

Berlin / Schönefeld – Die Kritik am Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft (FBB) wegen des Debakels um die verschobene Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld und wegen der Probleme mit dem Brandschutz wächst. Anlass ist die Zivilklage der FBB, die vom Landgericht Potsdam feststellen lassen will, dass die Planungsgemeinschaft – die Büros Gerkan, Marg und Partner (gmp) und J.S.K. International – für das Fiasko verantwortlich ist. Die Planer waren Ende Mai gekündigt worden – wegen der „mangelhaften Koordinierung der Bauüberwachungsleistungen“. Das soll das Gericht bestätigen. [mehr..]

 

„Der Aufsichtsrat ist keine Bauleitung“ – Rolle des Kontrollgremiums der Berliner Flughafengesellschaft

Berlin (dapd-lbg). Nach der erneuten Verschiebung des Eröffnungstermins für den neuen Hauptstadtflughafen hat Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) die Arbeit des Aufsichtsrats verteidigt. Nach der Terminverschiebung im vergangenen Jahr habe das Kontrollgremium auf zeitnahe Berichte der Flughafen-Geschäftsführung bestanden, sagte

der Minister am Mittwoch im Wirtschaftsausschuss des Landes in Potsdam. Aus den Berichten sei der Ernst der Lage aber zu keinem Zeitpunkt hervorgegangen.

Ob die zuständige Projektsteuerung keine Informationen über die wahre Lage hatte oder ob sie diese Informationen an den Aufsichtsrat nicht weitergegeben hat, könne er derzeit nicht sagen. „Der Aufsichtsrat ist keine Bauleitung“, sagte Christoffers. Weiterlesen