ThyssenKrupp: Aufsichtsrat unterstützt Vorstand bei neuer Führungskultur

Auf der heutigen Bilanzpressekonferenz stellte TK-Vorstandsvorsitzender Heinrich Hiesinger den Neuanfang bei ThyssenKrupp nach hohen Verlusten vor und warb um neue Unternehmens- und Führungskultur.

Aufsichtsratssitzung ThyssenKrupp

Nach der Entlassung dreier Vorstände entbrennt im Aufsichtsrat von ThyssenKrupp eine Debatte um die Zukunft des Vorsitzenden Gerhard Cromme.

In der heutigen Sitzung wird Cromme mit Fragen zu seiner Mitverantwortung für die enormen Fehlinvestitionen im Konzern, Kartellabsprachen, Korruption, Bestechung und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit angeblichen Luxusreisen eines Vorstands konfrontiert. „Es muss eine neue Unternehmenskultur geben“ lautet der Tenor aus Aktionärskreisen.

In Arbeitnehmerkreisen wird Aufsichtsratschef Cromme hingegen verteidigt. Dieser habe mit dem Entschluss vom Mittwoch das Heft des Handelns in die Hand genommen, und somit seine Position gestärkt, hatte Konzernbetriebsratschef Wilhelm Segerath kommentiert.

Erfahren Sie mehr unter

http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE8B604S20121207

http://investigativ.welt.de/2012/12/09/gerhard-cromme-und-das-spiel-mit-dem-aufsichtsrat/

http://www.derwesten.de/wirtschaft/weiter-unruhe-und-wilde-geruechte-bei-thyssen-krupp-id7372052.html

 

ThyssenKrupp: Drei Vorstandsmitglieder müssen Posten räumen

Der Vorstandsvorsitzende Heinrich Hiesinger zieht personelle Konsequenzen aus den aktuellen Korruptions- und Kartellrechtsvorwürfen gegen ThyssenKrupp sowie Milliardenverlusten in Amerika: Der Personalausschuss des Aufsichtsrats empfahl dem Kontrollgremium am Mittwoch, die Verträge von Olaf Berlien, Edwin Eichler und Jürgen Claassen zum 31. Dezember aufzuheben, teilte der Stahlkonzern mit.

„Mit dieser Empfehlung an den Aufsichtsrat trägt der Personalausschuss der Gesamtverantwortung des Vorstands für die Führung der Geschäfte und die Führungskultur des Unternehmens Rechnung“, hieß es aus Konzernkreisen.

Weitere Informationen unter http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:konzernumbau-thyssen-krupp-entlaesst-drei-vorstaende/70125734.html

ThyssenKrupp Aufsichtsrat lässt die Rolle Eichlers im Schienenkartell gutachterlich prüfen

Essen (RP). Der Stahlchef von ThyssenKrupp, Edwin Eichler, war spätestens im Jahr 2006 über eine mögliche Verwicklung von ThyssenKrupp in ein Schienenkartell informiert. Das geht aus einem geheimen Vermerk der Wirtschaftskanzlei Freshfields hervor, die damals von ThyssenKrupp den Auftrag hatte, den Kartellverdacht zu prüfen.

ThyssenKrupp wurde im vergangenen Juli wegen der Beteiligung an einem Schienenkartell zu einem Bußgeld von 103 Millionen Euro verurteilt. Der Aufsichtsrat lässt gegenwärtig die Rolle Eichlers bei dem Kartell gutachterlich prüfen. Das Ergebnis, das schon in der vergangenen Woche vorliegen sollte, steht aus. Stahl-Chef Eichler war in dem kritischen Zeitraum noch Vorstandschef der Konzernsparte „Materials“ und hatte die Verantwortung für deren Schienen-Tochter „GfT Gleistechnik“. [mehr…]

Quelle: RP

 

Steinbrück verlässt Thyssenkrupp-Aufsichtsrat

 

Berlin (Reuters) – SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück gibt sein Aufsichtsratsmandat bei ThyssenKrupp ab.

Den Posten beim größten deutschen Stahlkonzern werde er aufgeben, damit es nicht zu Interessenkonflikten komme und „ich auch selber nicht ins Zwielicht gerate“, sagte Steinbrück am Montag in Berlin. Kurz zuvor hatte ihn der SPD-Parteivorstand einstimmig zum Herausforderer von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für die Bundestagswahl 2013 nominiert. Aufseher beim ThyssenKrupp ist der 65-Jährige seit dem 21. Januar 2010. Für diese Tätigkeit erhielt er im Geschäftsjahr 2010/11 nach Konzernangaben eine Vergütung von rund 67.000 Euro. [mehr..]

 

THYSSENKRUPP: Aufsichtsrat empfiehlt PricewaterhouseCoopers als Abschlussprüfer

Düsseldorf/Essen. – Die ThyssenKrupp AG (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) gab am Freitag bekannt, dass ihr Aufsichtsrat in seiner Sitzung beschlossen hat, der Hauptversammlung am 18. Januar 2013 die Wahl der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) für die Abschlussprüfung und die prüferische Durchsicht von Zwischenfinanzberichten für das Geschäftsjahr 2012/2013 vorzuschlagen.

Zuvor hatte der Aufsichtsrat von ThyssenKrupp eine Ausschreibung durchgeführt und aus dem Kreis der Beteiligten PwC ausgewählt. PwC soll bereits im ersten Quartal 2012/2013 die prüferische Durchsicht des Konzernabschlusses durchführen. Zuletzt war die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG mit dieser Aufgabe betraut.

Gerhard Cromme in der Gerüchteküche

Gerhard Cromme – der Aufsichtsratsvorsitzende von ThyssenKrupp und Siemens – befindet sich in der Schusslinie der Arbeitnehmervertreter des Elektrokonzerns.

Es ist Sommer und die heißen Gerüchte kochen hoch. Wird der Multi-Aufsichtsrat Gerhard Cromme, Chef der Kontrollgremien von ThyssenKrupp und Siemens seinen Posten beim Münchner Elektrokonzern verlassen? Im nächsten Jahr wird er 70 und nach bisherigen Regeln wäre er zu alt für den Aufsichtsrat von Siemens. Doch die Regeln sind geändert worden und einer erneuten Kandidatur Crommes im Dezember steht eigentlich nichts mehr im Weg. Aber es gibt Widerstände, und die stammen vor allem aus dem Arbeitnehmerlager bei Siemens.

Dort war Cromme schon immer unbeliebt, weil er mit hartem Besen nach der Korruptionsaffäre, die 2007 in Milliardenhöhe bei Siemens hochkam, ausgekehrt hat und dabei viele Alt-Siemensianer verärgert hatte. …

Den vollständigen Artikel lesen …

© 2012 WirtschaftsWoche Online