Mittelstand geht der Führungsnachwuchs aus

Intro

Eine interessante Studie bietet die KfW zum Download an. So stehen allein bis zum Jahr 2018 insgesamt 620.000 Übergaben an. Insgesamt sind davon über 4 Millionen Beschäftigte betroffen.

Die Studie

Die Studie zeigt die verschiedenen Optionen auf, die Unternehmenseigentümern offen stehen. Die Familiennachfolge ist dabei die erste Wahl.  Der externe Verkauf wiederum ist von nachrangiger Natur.

Insgesamt beschäftigen sich der Studie nach 41% der Unternehmen mit den Herausforderungen der Unternehmensnachfolge. Nicht allen ist die steigende Anzahl der Unternehmensnachfolgen, die sich durch das Heranrücken der Babyboomerjahre an das Renteneintrittsalter aufbaut, bewusst. Denn wer ein gut florierendes Unternehmen hat ist oft die Perspektive verwehrt, dass es sich auch dabei um ein „Gut“ handelt, dessen Preis durch Angebot und Nachfrage geregelt wird. Steigt das Angebot, sinkt der Preis. Diese einfache Gesetzmäßigkeit gilt auch für Unternehmen.

Fehlender Nachwuchs, auch bei Vorständen und Aufsichtsrat

Für die Unternehmen, die in Familienhand bleiben sollen, ergibt sich eine andere Herausforderung: Filius oder Filia wollen noch gar nicht aufrücken. Dieses kann verschiedene Gründe haben: Die nachfolgende Generation ist noch zu jung oder wünscht sich Abstand „zum alten Herren“. Um das Unternehmen weiterhin zu führen, sind verstärkt Mandate im Interimsmanagement, die ausgeschrieben werden: So muss ein „Externer“ ein paar Jahre überbrücken und den Wert der Unternehmung mindestens erhalten (wenn nicht sogar noch steigern).

Auch sind Spezialisten für Aufsichts- und Beiräte gefragt. Die Überwachung des Vorstandes umfasst ein ganz anderes Spektrum, als wenn der Vorstand vom Eigentümer direkt gestellt wird.

Die Studie wurde von der KfW unter der Leitung von Herrn Dr. Arne Leifels erstellt.

Frauen in Führungspositionen: Aktuelle Studie sieht Deutschland auf gutem Weg

In den USA schaffen es immer mehr Frauen in Führungspositionen von Technologie-Riesen wie Yahoo ebenso steigt der Anteil weiblicher Aufsichtsräte in den europäischen Ländern mittels Quoten. Auch Deutschland rangiert laut einer aktuellen Studie auf einem internationalen Spitzenplatz.

Zur Studie „Third Billion Index 2012“: 

http://www.booz.com/media/uploads/BoozCo_Empowering-the-Third-Billion_Briefing-Report.pdf

Theo Waigel: Werteorientierung von Compliance Systemen


Berlin/München. Der ehemalige deutsche Finanzminister Dr. Theo Waigel hat in den letzten vier Jahren im Auftrag der US-Börsenaufsicht Siemens in Compliance-Angelegenheiten auf die Finger gesehen. Waigel hat nun seinen letzten Bericht vorgelegt und bescheinigt, dass Siemens seine Empfehlungen vollständig umgesetzt habe.

Waigel galt als führender Anti-Korruptions-Aufseher und zog eine durchweg positive Schlussbilanz. Siemens sei heute „ein Vorbild für die Verhinderung von Korruption in Unternehmen“, erklärte er. Sah sich der ehemalige CSU-Spitzenpolitiker zu Beginn seiner Tätigkeiten selbst noch „als eine Art Bewährungshelfer für Siemens“ sei es nach seiner Einschätzung nach rundum gelungen die Compliance-Regeln bei Siemens heute zu verwurzeln und im Alltag zu leben. Siemens ist zudem Gründungsmitglied des „Deutschen Instituts für Compliance“.

Sehen Sie ergänzend die Kernbotschaften zur Werteorientierung von Compliance Systemen, die Waigel bei der Jahrestagung des Deutschen Netzwerkes Wirtschaftsethik an der GGS in seinem Eröffnungsvortrag formulierte

Compliance: Firmengeschenke in der Vorweihnachtszeit

Eine kleine Aufmerksamkeit an den Geschäftspartner  – oder ist das schon ein Bestechungsversuch? Die Grenzen sind fließend bei Geschenke an Kunden und Geschäftspartner. Seit etlichen Schmiergeldaffären in deutschen Unternehmen stellt sich auch bei KMUs häufig die Frage, wie sie Firmengeschenken – gerade in der Vorweihnachtszeit – umgehen sollen.

Die Augsburger Kanzlei Sonntag & Partner – 2012 zur „Kanzlei des Jahres für den Mittelstand“ gewählt – ist auf Compliance-Themen spezialisiert. Die beiden Juristen Klaus Leuthe und Konrad Kern stellen in dem folgenden Interview dar, wie KMUs mit Firmengeschenken umgehen sollen. Das Interview finden Sie unter

http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Nette-Gabe-oder-doch-Bestechung-id22776791.html

Corporate Governance: Gütesiegel „Ethics in Business“ von Wirtschaftsinitiative für Mittelständler übergeben

Die Wirtschaftsinitiative für Mittelständler bescheinigt der Unternehmensberatung Dr. Kraus & Partner ein ethisch fundiertes Handeln.

Berlin. Mit dem Gütesiegel „Ethics in Business (EIB)“ ist die Unternehmensberatung Dr. Kraus & Partner, Bruchsal, ausgezeichnet worden. Im Rahmen einer Feierstunde am 5. Oktober im Jüdischen Museum in Berlin, überreichte der Fernsehjournalist Ulrich Wickert die entsprechende Urkunde an Hans-Jörg Schumacher, den Leiter des Geschäftsbereichs „Leadership Development“ der international tätigen Unternehmensberatung. Zugleich wurde Dr. Kraus & Partner in die sogenannte EIB-Gilde aufgenommen – einem Zusammenschluss von Mittelständlern, die sich zur „Ethics in Business“-Idee und -Initiative bekennen und sich „konsequent zu ethischen Unternehmen“ weiterentwickeln möchten.

Der Auszeichnung von Dr. Kraus & Partner voraus ging eine Befragung durch das Team von Prof. Dr. Thomas Beschorner, dem Direktor des Institut für Wirtschaftsethik der Universität St. Gallen, bezüglich der ethischen Standards der Unternehmensberatung sowie ihren Vorstellungen von verantwortungsvollem Wirtschaften. Ermittelt wurde dabei auch, wie die Unternehmensberatung mit ihren Kunden – vor allem aus dem Mittelstand – zusammenarbeitet, da es sich bei „Ethics in Business“ um eine „Wirtschaftsinitiative für Mittelständler“ handelt, die bereits ethisch wirtschaften und sich stetig weiterentwickeln wollen. Der Fernsehjournalist Ulrich Wickert ist ein Mentor dieser Initiative. Da Kraus & Partner bei der Analyse nur Spitzenwerte erzielte, erfolgten die Auszeichnung und die Aufnahme in die Gilde.

Laut Aussagen von Hans-Jörg Schumacher, der die Auszeichnung für Dr. Kraus & Partner entgegen nahm, ist die Auszeichnung eine Bestätigung der Grundentscheidung der Unternehmensberatung nicht auf ein sehr schnelles Wachstum zu setzen. Vielmehr ist sie vor allem um den Aufbau einer tragfähigen und nachhaltigen Beziehung zu ihren Kunden bemüht – „von der alle Beteiligten nicht nur kurz-, sondern auch mittel- und langfristig profitieren“. Aus diesem Grund wurde die Unternehmensberatung, die über Niederlassungen in mehreren europäischen Ländern sowie in Lateinamerika verfügt, in diesem Jahr auch bereits mit dem Gütesiegel „Top Consultant“ ausgezeichnet. Nähere Infos über die Unternehmensberatung Dr. Kraus & Partner und ihre Arbeit finden Interessierte auf der Webseite www.kraus-und-partner.de.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Dr. Kraus & Partner
Werner-von-Siemens-Str. 2-6
76646 Bruchsal
Tel: +49-7251-989034
Fax: +49-7251-989035
Mail: info@kraus-und-partner.de
Homepage: www.kraus-und-partner.de

Die Unternehmensberatung Dr. Kraus & Partner, Bruchsal, unterstützt Unternehmen beim Planen, Durchführen, Steuern und Evaluieren von strukturellen und kulturellen Veränderungsprozessen (www.kraus-und-partner.de). Außerdem vermittelt sie deren Mitarbeitern die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten, um ihre Arbeit mit Erfolg zu meistern. Für die Unternehmensberatung arbeiten 50 Trainer, Berater und Projektmanager. Ihre Geschäftsführer sind Dr. Georg Kraus, Stefan Bald und Christian Herlan.

BER-Desaster: Entlastung des Aufsichtsrats verschieben – Opposition fordert offene Informationspolitik der Regierung

BER-Desaster: Entlastung des Aufsichtsrats verschieben – Bündnisgrüne fordern offene Informationspolitik der Regierung

Der Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Brandenburger Landtag AXEL VOGEL hat Ministerpräsident Matthias Platzeck aufgefordert, die beabsichtigte Entlastung von Geschäftsführung und Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft (FBB) durch die Gesellschafter aufzuschieben “Wir stehen derzeit vor der Frage, ob die Flughafengesellschaft durch das Verhalten der Geschäftsführung geschädigt wurde und ob der Aufsichtsrat seine Kontrollpflichten vernachlässigt hat. In dieser Situation die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat zu entlasten, verbietet sich von selbst”, sagte AXEL VOGEL.

Laut Gesellschaftsvertrag obliegt es der Gesellschafterversammlung, bis August des laufenden Geschäftsjahres den Jahresabschluss der Flughafengesellschaft festzustellen. Zugleich werden in der Regel Geschäftsführung und Aufsichtsrat entlastet, d.h. ihnen wird das Vertrauen ausgesprochen und ihr Agieren gebilligt. Nach Auskunft des Aufsichtsratsvorsitzenden der FBB, Berlins regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit, vom 6.6.12 hat der Aufsichtsrat der Gesellschafterversammlung die Entlastung bereits empfohlen. Allerdings hat die Gesellschafterversammlung bislang noch nicht getagt. AXEL VOGEL kündigte ferner an, den brandenburgischen Landesrechnungshof um Überprüfung der Angelegenheit zu bitten.

AXEL VOGEL kritisierte zudem die Informationspolitik der Landesregierung bei der Aufklärung des BER-Debakels und forderte eine schnelle Veröffentlichung der als nicht geheim einzustufenden Teile der Aufsichtsratsprotokolle der FBB und weiterer relevanter Unterlagen. Die von der Staatskanzlei seit heute ermöglichte Einsichtnahme für die Landtagsabgeordneten sei unter Verweis auf Geschäftsgeheimnisse an die Bedingung eines absoluten Stillschweigens geknüpft. “Doch die Steuerzahler möchten wissen, wie es zu dem BER-Debakel kam. Ihnen ist nicht geholfen, wenn die Abgeordneten über jegliche interne Vorgänge in der Flughafengesellschaft nicht reden dürfen.” AXEL VOGEL kritisierte, hier werde die Gesellschaftsform der GmbH vorgeschoben und “auf inakzeptable Weise missbraucht, um die Kontrollmöglichkeiten des Parlaments zu behindern”.

Er werde deshalb wie angekündigt auf die Wahrnehmung des Einsichtrechts zunächst verzichten und darauf warten, dass ihm Akten zur Verfügung gestellt werden, in denen die Stellen, die die Staatskanzlei als Geschäftsgeheimnisse einstuft, geschwärzt sind. Dies werde ihm ermöglichen, über die eingesehenen Akten öffentlich zu berichten. In die als Verschlusssache eingestuften Akten wird hingegen in den nächsten Tagen die bündnisgrüne Abgeordneten SABINE NIELS Einsicht nehmen, die stellvertretendes Mitglied des Verkehrsausschusses ist.

Quelle: Tobias Arbinger unter http://www.artikel-presse.de

Corporate Governance Kodex 2012: Aktuelle Anpassungen für unabhängige Aufsichtsräte

Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat ihre aktuellen Anpassungen des Kodex vorgestellt und beschränkt sich in diesem im Wesentlichen auf Klarstellungen. Eine variable Aufsichtsratsvergütung soll es demnach nicht geben, jedoch mehr Transparenz im Aufsichtsrat.

Die Kommission führte zum ersten mal ein Konsultationsverfahren durch, d.h. Interessierte konnten sich erstmalig schriftlichen zu Formulierungsvorschläge vorab konkret äußern; über 70 Stellungnahmen von Verbänden, Kanzleien und aus der Wissenschaft gingen seit dem 1. Februar 2012 ein.

VORERST DOCH KEINE VARIABLE AUFSICHTSRATSVERGÜTUNG

Die ursprüngliche Empfehlung, neben der fixen eine variable Aufsichtsratsvergütung einzuführen, hat das Gremium aufgegeben und trägt damit der gegenwärtigen Praxis Rechnung, wonach Aufsichtsräten überwiegend eine feste Vergütung gewährt wird. Die Kommission wird sich jedoch mit dem Thema „Vergütung“ in den kommenden Monaten intensiver befassen.

Der angepasste Kodex nimmt den Aufsichtsrat künftig stärker in die Pflicht. So zum Beispiel im Rahmen des Jahresabschlusses, indem er restriktive Vorgaben zum Prüfungsausschuss und zum Berichtswesen enthält. Interessant ist auch die explizite Aufforderung, der Aufsichtsrat solle bei Bedarf ohne den Vorstand tagen. Damit gleicht der Kodex die Überwachungspflichten des Aufsichtsrates stärker an die ständig wachsenden Anforderungen der Rechnungslegung für börsennotierte Unternehmen an.

Ein weiterer Punkt betrifft die Zusammensetzung des Aufsichtsrats: Hier soll der Kodex für noch mehr Transparenz sorgen, wenngleich der ursprünglich vorgeschlagene Katalog, wann ein Mitglied des Aufsichtsrats als unabhängig gelten soll, nach deutlicher Kritik wieder gestrichen wurde.

Trotzdem verschärft die Kommission die Anforderungen, um Interessenskonflikten besser vorzubeugen: Nach der Neufassung des Kodex soll der Aufsichtsrat bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung künftig die persönlichen und die geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten zum Unternehmen, zu den Organen der Gesellschaft und zu einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär offenlegen. Gelten soll das für alle Umstände, die ein objektiv urteilender Aktionär als maßgeblich für seine Wahlentscheidung ansehen würde. Als wesentlich gilt eine Beteiligung, wenn sie 10 Prozent der stimmberechtigten Aktien übersteigt.

Trotzdem verschärft die Kommission die Anforderungen, um Interessenskonflikten besser vorzubeugen: Nach der Neufassung des Kodex soll der Aufsichtsrat bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung künftig die persönlichen und die geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten zum Unternehmen, zu den Organen der Gesellschaft und zu einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär offenlegen. Gelten soll das für alle Umstände, die ein objektiv urteilender Aktionär als maßgeblich für seine Wahlentscheidung ansehen würde. Als wesentlich gilt eine Beteiligung, wenn sie 10 Prozent der stimmberechtigten Aktien übersteigt.

BERICHT ÜBER VORSTANDSVERGÜTUNG NUR NOCH BEI ÄNDERUNG

In der Praxis ist diese Änderung nicht unproblematisch. Auch wenn bestimmte Sachverhalte im Abhängigkeitsbericht des Jahresabschlusses ohnehin erläutert werden müssen: Der Aufsichtsrat kann hier seiner Verpflichtung aus dem Kodex nur nachkommen, wenn der Kandidat entsprechend mitwirkt. Unternehmen dürfte es daher in Zukunft schwerer fallen, die diesbezüglich uneingeschränkte Einhaltung des Kodex mit gutem Gewissen zu bestätigen.

Weitere Änderung im Kontext Aufsichtsrat: Künftig soll der Aufsichtsratsvorsitzende nicht mehr in jeder Hauptversammlung über die Grundzüge des Vorstandsvergütungssystems berichten müssen, sondern nur einmal beziehungsweise nur dann, wenn dieses sich ändert. Das verkürzt den von vielen Aktionären als rein formalistisch empfundenen Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung. Interessierte Aktionäre können sich ohnehin über die Vergütungsstruktur jederzeit im Vergütungsbericht informieren. Dieser ist übrigens nach der Neufassung des Kodex nicht mehr Bestandteil des Corporate Governance Berichts.

Ausdrücklich nimmt die Kommission auch noch einmal Stellung zur „Abweichungskultur“. Der Corporate Governance Kodex baue ausdrücklich auf Sollvorschriften auf. Eine Abweichung von einer Kodexempfehlung könne durchaus im Interesse einer guten Unternehmensführung liegen – vorausgesetzt, so stellt die Präambel des Kodex klar, sie ist gut begründet.

Quelle: Dr. Oliver Maaß – http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/corporate-governance-kodex-2012-anpassungen-fuer-unabhaengige-aufsichtsraete/