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Was bringen „Innovation Hubs“

Intro

Mittlerweile sind „Innovation Hubs“ bei großen Konzernen in Mode gekommen: Ob (zum Beispiel bei den Banken und Sparkassen) die Deutsche Bank mit ihren „Deutsche Bank Innovation Labs„, Siemens mit dem iHub oder die Postbank mit dem „Ideenlabor„. Fast jedes weitere DAX Unternehmen reiht sich hier mit einer Abteilung / Dependance oder Ausgründung ein.

Was bringen Innovation Hubs?

Die Einrichtungen sehen zumindest optisch ähnlich aus: Junge Leute, kein Kleidungszwang, Tischkicker oder auch Tischtennisplatten sind in der Bürolandschaft integriert. Zielsetzung ist auch immer ähnlich: Neue Perspektiven in der Produktlandschaft entwickeln, losgelöst von bürokratischen Zwängen oder allgemein von der Organisationsstrukturen, die die Hubs alimentieren. Ich habe mal ein paar Argumente aufgeführt.

Pro

  • Durch die Loslösung organisatorischen Zwängen werden auch eher unrealistische Szenarios beleuchtet, es können ganz neue Ideen entstehen.
  • Die Mitarbeiter dort arbeiten angstfrei: Wer mit einer guten Idee in einer alten Hierarchie gegen die Wand gelaufen ist, mag sich zu Neuem kaum noch äußern.
  • Stichwort angstfrei: Die Hubs arbeiten unter den gleichen Arbeitsrahmenbedingungen, wie der Mutterkonzern. Die soziale Absicherung hilft den Mitarbeitern, sich zu entfalten.

Contra

  • Alte Mitarbeiter nehmen die Arbeitsergebnisse nicht ernst
  • Die Überführung der Ideen ist in die alte Welt schlecht bis gar nicht integrierbar und der Support führt nicht zu einer Überführung

…und?

Es sprechen also einige Ideen für und gegen solche Hubs. Sollte man Sie etablieren? Einige Ergebnisse wären durchaus auch ohne solche Ausgründungen möglich. Dazu müsste aber wesentlich mehr Eigenverantwortung an die Mitarbeiter übertragen und Ängste, Fehler zu machen, abgebaut werden. Hierzu muss aber eine neue Managementphilosophie her, weg vom Micromanagement hin zu mehr Vertrauen. Wenn das möglich sein sollte, würde sich die Ausgründung der Hubs erledigen.

Der  Erfolg eines Hubs liegt langfristig darin, dass die Ergebnisse aus dem „Proof of Concept“ Stadium hinauswachsen und auch in die reale Welt der Organisation überführt werden. Dazu muss die Unterstützung nicht nur in der Gründung des Hub liegen, sondern auch darüber hinaus in die Verzahnung von Hub und alter Welt.

Was denken Sie?