„Deutsches Institut für Compliance“ in Berlin gegründet

Berlin. Heute hat sich in einer konstituierenden Sitzung das „Deutsche Institut für Compliance“ in Berlin gegründet. Aufgrund gehäufter Skandale in deutschen Unternehmen haben einige der betroffenen Firmen, aber auch weitere Unternehmen, das Institut ins Leben gerufen, wie die „Rheinische Post“ berichtet.

Zu den Gründungsmitgliedern gehören u.a. die Deutsche Telekom, Siemens, Ferrostaal, MAN, Metro, Deutsche Post, Talanx, Henkel, Infineon, Merck, RWE, Sanofi, SAP, ENBW sowie die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG. Das Institut hat zum Ziel, den Unternehmen beim Wissensaustausch zu unterstützen und neue Skandale zu verhindern.

Weitere Informationen zum Deutschen Institut für Compliance unter http://www.dico-ev.de

Mehr Frauen im Aufsichtsrat

Gummersbach – Immer mehr Frauen ziehen in die Aufsichtsräte der 30 größten börsennotierten Unternehmen ein – berufen von den Anteilseignern. Ihr Anteil habe sich in den vergangenen zwei Jahren auf 15 Prozent verdoppelt, ergab eine am Montag veröffentlichte Untersuchung der Unternehmensberatung Kienbaum. Hinzu kommen die von der Arbeitnehmerseite entsandten Frauen. Die Deutsche Telekom etwa kommt so auf einen Frauenanteil von insgesamt 30 Prozent in ihrem Kontrollgremium. In den Vorständen sind Frauen aber weiterhin eher selten. AFP

SZ vom 06.11.2012

 

Deutsche Telekom: Weitere Frau rückt laut Medienbericht in den Aufsichtsrat

Bonn. Eine weitere Frau zieht einem Medienbericht zufolge in den Aufsichtsrat der Deutsche Telekom AG ein.

Die ehemalige Managerin des finnischen Handy-Herstellers Nokia Corp. Sari Baldauf soll demnach in den Aufsichtsrat einziehen und dort den ehemaligen SPD-Politiker Hans Martin Bury ersetzen. Das sagten mehrere informierte Personen dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). Die Telekom selbst wollte die Personalie offiziell nicht bestätigen. Nach den Informationen der Wirtschaftszeitung soll die gerichtliche Bestellung Baldaufs aber in den nächsten Tagen erfolgen.

Mit der 1955 in Finnland geborenen promovierten Betriebswirtin sitzt dann die zweite Frau neben der ehemaligen Deutschland-Chefin von Morgan Stanley, Dagmar Kollmann, für die Kapitalseite im Kontrollgremium des Bonner Konzerns. Baldauf ist bereits seit 2008 Mitglied im Aufsichtsrat des Automobilkonzerns Daimler AG.

 

Gute Corporate Governance-Nachrichten fördern verstärkt das positive Medienimage von Unternehmen

Berlin/Frankfurt – Die Berichterstattung zu Corporate Governance-Themen hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Zehn Jahre nach Einführung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) nehmen Berichte über „Gute Unternehmensführung“ 12 Prozent (2002: 5 Prozent) der täglichen Unternehmensberichterstattung in den führenden deutschen und ausgesuchten europäischen Medien ein.

„Die Zahlen zeigen deutlich, dass das Thema ‚Gute Unternehmensführung‘ an Relevanz für die Medien gewonnen hat. Alleine gegenüber dem Vorjahr hat die Berichterstattung um 3 Prozent zugenommen. Dieser Trend wird anhalten“, ist Dr. Gero Kalt, Vorstand der Prime Research International AG & Co. KG, überzeugt. Prime Research hat in Zusammenarbeit mit der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex die Berichterstattung zu Corporate Governance-Themen in den rund 60 relevanten deutschen und europäischen Medien analysiert (Prime Research Medienstudie zur 11. Corporate Governance-Konferenz). Dabei wurde der Fokus bei den beobachteten Unternehmen auf den DAX30 gelegt.

Insgesamt lässt sich laut Prime Research ein Trend zu einer positiveren Wahrnehmung der Corporate Governance in deutschen Unternehmen feststellen, wenngleich dieser immer wieder durch negative Unternehmensmeldungen abgeschwächt wird. Anlass für kritische Berichterstattung bietet vor allem regelmäßig das Thema Vorstandsvergütung. Eine Chance zur positiven Profilierung sieht das Medienresonanzunternehmen dagegen bei Diversity-Themen.

Unternehmen wie Lufthansa, Henkel, Deutsche Post, Deutsche Telekom und BMW führen so die Rangliste der DAX30-Mitglieder an, die von den Medien in Bezug auf Diversity in der Berichterstattung am positivsten wahrgenommen werden. Insgesamt kommt Prime Research zu dem Schluss, dass gute Corporate Governance-Nachrichten vermehrt das positive Medienimage von Unternehmen fördern. Eine Vielzahl von DAX30-Unternehmen konnte so beispielsweise durch einen höheren Anteil von Frauen in den Aufsichtsräten oder eine gesteigerte Transparenz bei Managergehältern eine positive Resonanz in der medienöffentlichen Wahrnehmung erzielen, was sich insgesamt positiv auf das Image ausgewirkt hat.

Quelle: http://www.compliancemagazin.de/corporategovernance/governancekodex/dcgk210612.html