Positionierung für den Aufsichtsrat

In unseren beruflichen Positionierungs-Coachings decken wir die Chancen und Möglichkeiten auf, die sich durch Aufsichtsratsmandate ergeben. Wir gestalten und entwickeln strategisch mit Ihnen Wege den Weg zu einem erfüllten und sinngebenden Berufsleben.

Diese spezielle Aufsichtsratsberatung richtet sich an Professionals, die ihre Laufbahn gezielt planen, überprüfen, überdenken oder gänzlich umsteigen wollen. Das 4-Augen-Basismodul gibt es bereits ab € 2.400,- und beinhaltet alle wensentlichen Fargen zu Positonierung. Details entnehmen Sie unserer Website oder kontaktieren Sie uns.

Angelesen: Netzwerk schlägt Hierarchie

Intro

Erfolgreiche Menschen lesen viel, sagt der BusinessInsider. Also Zeit, mal wieder zu lesen. Daher habe ich mir das Buch von Christiane Brandes-Visbeck und Ines Gensinger, „Netzwerk schlägt Hierarchie: Neue Führung mit Digital Leadership“ mal näher angesehen und gelesen.

Netzwerk schlägt Hierarchie

Es ist Sonntag, also zeit, um etwas Zeit mit Lesen (und Schreiben) zu verbringen:

Netzwerk schlägt Hierarchie

Zum Buch

Das Buch selber versucht, einen Missstand aufzuzeigen: Jahrelanges Prozessmanagement und Optimierungen in Verwaltungen haben dazu geführt, dass auf kleinster Messebene kontrolliert und berichtet wird. Die Einengung von Mitarbeitern und ein gelebter Vertrauensverlust dieser führt dazu, dass die Prozesse im Jahr 2017 optimal laufen. Diese Perspektive hat allerdings einen großen Nachteil: Es können hieraus keine neuen Ideen erwachsen.

Wenn wir uns die Erfolge von Uber oder AirBnB anschauen: Diese sind nicht aus kontrollierten Prozessen erwachsen, sondern sind Innovationen. Allerdings nicht von Seiten der IT, sondern aus der Business Process Sicht. Hier wurden bekannte Prozesse genommen und gefragt: Wie kann ich dem Kunden besseren Nutzen stiften.

Solche innovativen Ideen erwachsen aber nur in einer offenen Kultur. Das dieses auch bei Konzernen funktionieren kann, hat die Post (besser DHL) bewiesen: Deren Elektroautos laufen, während die großen Autohersteller nicht in der Lage waren, einen e-Transporter zu designen und zu produzieren.

Warum ich das Buch für lesenswert halte

Angenehmer Start: Das Buch möchte nicht die endgültige Wahrheit aufzeigen. Im Bereich, in dem es um soziale Kompetenz und Empathie geht, wird es diese auch nicht geben. Statt dessen wird aufgezeigt, wie sich Manager in Zukunft bewegen können: Vertrauen in Mitarbeiter schaffen und Rahmenbedingungen, die für eine innovative Kultur im Unternehmen stehen.

Hierbei wird nicht nur auf der grünen Wiese designed, sondern auch Praxisbeispiele dargestellt: Wie kann man innovative Ideen exemplarisch in einer Keksfabrik umsetzen?

Dabei wird auch das Thema „New Work“ angegangen, wie man die Rahmenbedingungen einer Organisationskultur zu umbauen kann, dass sich Mitarbeiter wohl fühlen und auch langfristig dem Unternehmen erhalten bleiben. In Zeiten exorbitanter Recruitingkosten kann man den Vorteil der langfristigen Bindung von Mitarbeitern sogar einem Controller erläutern.

Fakten, Fakten, Fakten

  • Taschenbuch: 208 Seiten
  • Verlag: Redline Verlag (11. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3868816828
  • ISBN-13: 978-3868816822
  • Im gut sortierten Fachhandel (wie Amazon) erhältlich

 

Wege in den Aufsichtsrat: 7-Module-BoardPilot

Mit dem 7-Module-BoardPiloten geht WOMEN’S BOARDWAY einen Weg abseits der standardisierten Aufsichtsrats-Schulungen.

87408.1.5487cc653c6e56a5d89e4429025b39c5Dieses Angebot richtet sich insbesondere an Führungspersönlichkeiten (w/m) aus dem mittleren Management und an Unternehmerinnen mit mindestens drei Jahren Geschäftsführungserfahrung. Frauen, die ein Mandat anstreben, werden mit Playern aus der Board-Community zusammengebracht, die informelles Wissen vermitteln, das in keinem Buch steht.

Mit jeder Frau, die daran teilnimmt, werden passgenaue Pläne erarbeitet, um den beruflichen Erfolg auf die nächste Ebene zu bringen. Das sind ja auch unsere Ziele im Deutschen Institut der Aufsichtsräte, daher kooperieren wir als German-IoD und Women’s Boardway in diesem 7-Module-BoardPiloten.

 

Micromanagement – der Tod der Kreativität

Warum Micromangement der Tod der Kreativität ist

In den letzten Jahren konnte man in vielen Unternehmen einen Trend wahrnehmen: Der Hang zum Micromanagment. Was steckt dahinter? Führungskräfte versuchen möglichst alles zu verstehen und jeden Arbeitsschritt reportingfähig zu gestalten. Dieses ist für viele eine lebenserhaltene Maßnahme, um jederzeit zu jedem Thema gegenüber den eigenen Vorgesetzten auskunftsfähig zu sein und zu suggerieren, wirklich alles im Griff zu haben.

Die Arbeitsteilung wird immer kleinteiliger und jeder ist angehalten, nicht über den Tellerrand hinauszuschauen.

Der Umkehrschluss jedoch: Die bestehenden Prozesse werden immer besser, werden aber an sich nicht ein Frage gestellt. Dieses hat zur Folge, dass Innovationen immer seltener werden. Stattdessen werden die bestehenden Prozesse in marginalen Schritten immer besser.

Schaut man sich aber die „Hitliste“ der größten Konzerne nach Marktkapitalisierung an, so findet man dort in den letzten Jahren zunehmend Newcomer. Microsoft ist eher der alte Hase unter diesen Konzernen:

Größte Konzerne der Welt 2017 nach Marktkapitalisierung

Innovation ist auch in alten Strukturen möglich

Dabei ist Innovation nicht zwingend auf neue Unternehmen beschränkt. Ein aktuelles Beispiel ist tatsächlich DHL: Diese waren auf der Suche nach einem eTransporter zur Postauslieferung. Alle Hersteller winkten ab: Nicht rentabel, nicht möglich. Daraufhin hat die DHL einen eigenen mit Hilfe der RWTH entwickelt. Diese bevölkern mittlerweile das Straßenbild und die DHL fängt an, diesen auch am Markt anzubieten. Die DHL als ernstzunehmender Konkurrent der allmächtigen deutschen Autoindustrie.

eScooter dhl Streetscooter

Solche Lösungen sind möglich. Dazu benötigt man aber eins: Mitarbeiter, die neue Ideen entwickeln, kreativ sind und außerhalb der bestehenden Prozesse und Strukturen denken. Dazu ist eines nötig: Vertrauen. Die Mitarbeitern müssen Freiräume eingeräumt werden. Vorgesetzte sind dabei eher als Unterstützer gefragt, nicht als Personen, die kleinteilig jegliche Maßnahme und jeden Arbeitsschritt kontrollieren. Tun sie dieses, sind die Mitarbeiter genötigt, fehlerfrei und in deren gesetzten Grenzen zu arbeiten. In diesen Grenzen jedoch entstehen keine neuen Ideen und kreative Lösungen.

Aufsichtsrat in Stiftungen, Non-Proft-Organisationen und NGO’s

Diese Zusammenfassung unseres Vortrages beim DZI Forum (Spendensiegel) findet sich auch in voller Länge auf der Website des DZI. Aus aktuellem Anlass möchten wir hier noch mal auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei Aufsichtsräten in Unternehmen und Non-Profit-Organisationen aufmerksam machen.

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Quelle: Eckart Reinke, eigene Sammlung

Erster Teil: Gibt es Besonderheiten bei der Kontrolle von „Non-Profit-Organisationen“?

Der Begriff “Non Profit Organisation” ist schon irreführend, es klingt als wolle man keinen Gewinn machen. Wenn man sich hier schon an die englische Sprache anlehnt, wäre „Not for Tax“ wohl zielführender.

Gemeinsamkeiten von Non-Profit-Organisationen mit Profit-Organisationen:

  • Beide Organisationsformen können wachsen, sich verändern, mit anderen zusammengehen oder eingehen. Erfolg ist also für beide keine Garantie, sondern er erfordert für beide harte Arbeit.
  • Für beide Organisationsformen ist „Cash = King“. Gutes Management der Liquidität ist und bleibt der Schlüssel zur finanziellen Stabilität.
  • In beiden Organisationen ist gutes Management und gute Menschenführung der wohl entscheidende Faktor:
    • Das Geschäftsversprechen ist zu liefern,
    • Mitarbeiter und Stakeholder sind zu begeistern
    • und die Organisation ist beständig an die wandelnde Umwelt anzupassen.
  • Planung, Budgetierung und Erfolgsmessung sind in beiden Organisationsformen Basis für den Erfolg.
  • Beide Organisationsformen liefern einen wichtigen Wertbeitrag für die Gesellschaft, aber halt auf unterschiedlichen Wegen.

Unterschiede zwischen Non-Profit und Profit-Organisationen:

  • Im Kern der Non-Profit-Organisation steht die „soziale Mission“ (kann auch mit „Menschenliebe“ definiert werden). Es gilt diese zu erfüllen – und in der sich ständig ändernden Welt – diese laufend anzupassen. Dieses ist die Hauptaufgabe aller ehrenamtlich Tätigen, Angestellten und Kontrolleure.
  • Ohne die Mission besteht auch kein Ziel (drastischer formuliert: Daseins-Recht) der Non-Profit-Organisation.
  • Erst durch beständige Messung des Erfolges des Grades der Missionserfüllung, kommen Organisationen ins Wachstum.
  • Es gibt keine finanziellen Ziele ohne Mission (falls einem die Mission ‚abhanden‘ kommt)! Und es gibt keine Erfüllung der Mission ohne finanziellen Erfolg!
  • Finanzielle Stabilität ist auf anderen Wegen zu erreichen als bei den Profit-Organisationen: Es gibt keinen Zugang zum Kapitalmarkt.

Letztendlich sind die Parallelen bei Kontrolle, Aufsicht, Governance und Haftung bei beiden Organisationsformen deutlich sichtbar. Bei den Non-Profit-Organisationen ist die Kontrolle aber bedeutender, denn diese betrifft direkt das Kerngeschäft (die „Glaubwürdigkeit“ ist bei Non-Profit-Organisationen die Kerneigenschaft schlechthin).

Zweiter Teil: Rahmenbedingungen der Kontrolle

Voraussetzung für eine wirksame Kontrolle ist Trennung von Leitung und Kontrolle, wie dieses auch in den Leitlinien des DZI unter II. 2. bereits klar formuliert ist.
  • Anforderungenan die Arbeit eines Kontrollgremiums:
    • Diese ist definiert durch: Geschäftsordnungen, Statuten, Regularien und Gesetze.
  • Pflichten sind:
    • Pflicht der „Fürsorge“ meint die Gewissenhaftigkeit und Fähigkeit, wenn man im Namen der Organisation handelt.
    • Pflicht der „Loyalität“, bedeutet, dass man sein persönliches Interesse hinter das des Zwecks der Gesellschaft stellt und Interessenkonflikte vermeidet.
    • Pflicht der „Gesetzestreue“, stellt klar, dass die betreffende Person die Gesetze achten muss und dafür Sorge tragen muss, dass es auch die Organisation tut.
  • Verantwortlichkeiten bestehen aus:
    • Beaufsichtigung der Mission und der Entwicklung der Mission.
    • Verantwortlich für die Erreichung der Missions-Ziele und der finanziellen Stabilität.
    • Bewertung der Leistung des Managements.
Zusammenfassung:
  • Kernthese: Arbeit in den Kontrollorganen ist kein Ehrenamt, das man nebenher führen kann, sondern Arbeit für Profis, selbst wenn es unentgeltlich gemacht werden sollte.
  • Kernziel: Als Mitglied eines Kontrollorgans darf man bei eventuellen Zielkonflikten keine eigenen Ziele verfolgen, sondern nur die der Organisation.
  • Kernpflichten: Besetzung, Beratung und Überwachung der Führungsorgane der Organisation.
  • Kernparameter: Mindestkompetenz, Unabhängigkeit, Zeit und Verfügbarkeit, sowie Verschwiegenheit.

Referenz von Michael Boshammer

Michael Boshammer (LinkedIn)

Das Deutsche Institut der Aufsichtsräte kenne ich über Eckart Reinke seit vielen Jahren. Das Know-how und die Erfahrungen im Beteiligungsmanagement sind hier perfekt kombiniert mit einer brillanten Leistung im Executive Placement und der Gremienberatung. Ich weiß die Zusammenarbeit mit dem Institut und dessen exzellentes Netzwerk in die deutsche Wirtschaft aus eigener Erfahrung sehr zu schätzen.

Überleben von Unternehmen sichern – eine Aufgabe des Vorstandes und des Aufsichtsrats

Wir nehmen hier Bezug auf einen Artikel von Daniel Rettig in der ZEIT, den wir als Leseempfehlung gerne empfehlen möchten.

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Bild: Eckart Reinke, eigene Sammlung

Die Halbwertszeit von Unternehmen sinkt! Wer heute noch als innovatives Vorzeigeunternehmen gilt und international erfolgreich ist, kann morgen schon von neuen und vor allen Dingen branchenfremden Konkurrenten in die Bedeutungslosigkeit gedrängt werden.

Im Jahr 2009 sei die Überlebenschance eines Unternehmens nach fünf Jahren seines IPO‘s an der Börse auf 63 Prozent geschrumpft – das seien kaum bessere Erfolgsaussichten als bei einem Münzwurf.

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Govindarajan benutzt dafür gerne eine Metapher von drei Kästen:

  • Manager müssten die Gegenwart steuern, um Geld zu verdienen;
  • die Vergangenheit vergessen, um hinderliche Ideen und Einstellungen zu beseitigen;
  • und die Zukunft gestalten, um neue Produkte zu entwickeln.

Wichtig sei dabei die Balance zwischen allen drei Ebenen: Ansonsten gingen Unternehmen fälschlicherweise davon aus, dass der aktuelle und künftige Erfolg auf der Vergangenheit basiert.

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Darwin erkannte bereits im 19. Jahrhundert: Weder die stärkste noch die intelligenteste Spezies überlebe. Sondern jene, die sich am besten dem Wandel anpasse. („Survival oft he fittest“)

 

 

Referenz von Carsten Wreth

Carsten Wreth (LinkedIn)

Über das Deutsche Institut der Aufsichtsräte bin ich immer wieder mit interessanten Persönlichkeiten und Unternehmen zusammengebracht worden. Für die immer gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit danke ich und kann das Institut in allen Fragen der Aufsichtsrats- und der Executive-Vermittlung nur empfehlen.

Referenz von Stefan Eishold

Stefan Eishold (LinkedIn)

Eckart Reinke kenne ich noch aus seiner Zeit als Geschäftsführer eines Family Offices und schätze ihn heute sehr in seiner Funktion beim Deutschen Institut der Aufsichtsräte.
Mit einem hervorragenden Netzwerk und einem feinen Gespür werden im Rahmen des Instituts immer wieder außergewöhnliche Persönlichkeiten individuell vernetzt.
Ich freue mich auf eine weiterhin gute, langfristige Zusammenarbeit.