Siemens will weitere Frau für den Aufsichtsrat nominieren

Der Technologiekonzern Siemens will eine weitere Frau in Aufsichtsrat holen. Sollten die Aktionäre der Nominierung auf der Hauptversammlung im Januar folgen, würde die Türkin Güler Sabanci in das Kontrollgremium des DAX-Konzerns einziehen. Derzeit ist Sabanci Vorstandschefin der Sabanci Holding, der zweitgrößten türkischen Industrie- und Finanzgruppe.

Zudem sollen in den Aufsichtsrat Werner Wenning und Gérard Mestrallet neu einziehen. Wenning ist bereits Aufsichtsratschef der Bayer AG und dem Energiekonzern E.ON. Mestrallet hingegen ist Vorstandsvorsitzender des französischen Energieversorger GDF Suez.

Aus dem Aufsichtsrat ausscheiden werden hingegen der ehemalige MAN-Chef Hakan Samuelsson, der Verwaltungsratsvorsitzende des französischen Industriekonzerns Saint-Gobain, Jean-Louis Beffa sowie der Brite Lord Iain Vallance of Tummel, wie es aus Konzernkreisen heißt.

Der Siemens-Aufsichtsrat umfasst gegenwärtig 20 Personen, 10 davon gehören dem Gremium als Vertreter der Arbeitnehmer an. Die einzige Frau, die als Aktionärs-Vertreterin im Aufsichtsrat von Siemens tätig ist, ist Dr. Nicola Leibinger-Kammüller (TRUMPF GmbH + Co. KG).

Theo Waigel: Werteorientierung von Compliance Systemen


Berlin/München. Der ehemalige deutsche Finanzminister Dr. Theo Waigel hat in den letzten vier Jahren im Auftrag der US-Börsenaufsicht Siemens in Compliance-Angelegenheiten auf die Finger gesehen. Waigel hat nun seinen letzten Bericht vorgelegt und bescheinigt, dass Siemens seine Empfehlungen vollständig umgesetzt habe.

Waigel galt als führender Anti-Korruptions-Aufseher und zog eine durchweg positive Schlussbilanz. Siemens sei heute „ein Vorbild für die Verhinderung von Korruption in Unternehmen“, erklärte er. Sah sich der ehemalige CSU-Spitzenpolitiker zu Beginn seiner Tätigkeiten selbst noch „als eine Art Bewährungshelfer für Siemens“ sei es nach seiner Einschätzung nach rundum gelungen die Compliance-Regeln bei Siemens heute zu verwurzeln und im Alltag zu leben. Siemens ist zudem Gründungsmitglied des „Deutschen Instituts für Compliance“.

Sehen Sie ergänzend die Kernbotschaften zur Werteorientierung von Compliance Systemen, die Waigel bei der Jahrestagung des Deutschen Netzwerkes Wirtschaftsethik an der GGS in seinem Eröffnungsvortrag formulierte

„Deutsches Institut für Compliance“ in Berlin gegründet

Berlin. Heute hat sich in einer konstituierenden Sitzung das „Deutsche Institut für Compliance“ in Berlin gegründet. Aufgrund gehäufter Skandale in deutschen Unternehmen haben einige der betroffenen Firmen, aber auch weitere Unternehmen, das Institut ins Leben gerufen, wie die „Rheinische Post“ berichtet.

Zu den Gründungsmitgliedern gehören u.a. die Deutsche Telekom, Siemens, Ferrostaal, MAN, Metro, Deutsche Post, Talanx, Henkel, Infineon, Merck, RWE, Sanofi, SAP, ENBW sowie die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG. Das Institut hat zum Ziel, den Unternehmen beim Wissensaustausch zu unterstützen und neue Skandale zu verhindern.

Weitere Informationen zum Deutschen Institut für Compliance unter http://www.dico-ev.de

Siemens trennt sich von erster Frau im Konzernvorstand

Laut einem heute erschienenen Pressebericht trennt sich Siemens von seiner ersten Frau im Vorstand. 

Die „Financial Times Deutschland“ und die „Süddeutsche Zeitung“ berichten übereinstimmend das der im November 2013 auslaufende Vertrag von Einkaufsvorstand Barbara Kux nicht verlängert werde. Diese Entscheidung wird der Siemens-Aufsichtsrat in der kommenden Sitzung am 28.11. beschließen, hieß es in den Berichten unter Berufung auf das Umfeld des Konzerns. Siemens selbst wollte die Berichte nicht kommentieren.

Seit dem 160-jährigen Bestehen der Siemens AG war Kux vor vier Jahren als erste Frau in in den Konzernvorstand eingezogen und war mit einem Jahresgehalt von zuletzt 3,9 Millionen Euro laut „FTD“ die bestbezahlte Managerin Deutschlands.

Der Pressebericht der „FTD“ finden Sie unter http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:trennung-von-barbara-kux-siemens-setzt-seine-vorstandsfrau-vor-die-tuer/70120364.html

 

IG Metaller konkurrieren um Posten im Siemens-Aufsichtsrat

 

Gewerkschaftsmitglieder treten auf verschiedenen Listen an

München (dapd). Die Industriegewerkschaft Metall hat sich nicht auf einen gemeinsamen Wahlvorschlag für die Neuwahl zum Siemens-Aufsichtsrat einigen können. So treten einige Mitglieder der Gewerkschaft auf einer eigenen Liste an, wie ein IG-Metall-Vertreter am Montag in München auf dapd-Anfrage sagte. Auf dem offiziellen Wahlvorschlag der IG Metall stehen neben dem Vorsitzenden Berthold Huber auch die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder Sibylle Wankel und Jürgen Kerner. [mehr…]

 

Siemens: Aufsichtsrat stimmt Aktienrückkauf zu

Berlin / München – Der Vorstand der Siemens AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats einen Aktienrückkauf in einem Volumen von bis zu 3 Mrd. Euro beschlossen.

Wie der Technologiekonzern am Freitag mitteilte, dient der Rückkauf, der in der Zeit bis spätestens zum 30. Dezember 2012 erfolgen soll, den Zwecken der Einziehung und Kapitalherabsetzung, der Ausgabe an Mitarbeiter, Organmitglieder von verbundenen Unternehmen und Mitglieder des Vorstands und der Bedienung von Wandel- / Optionsschuldverschreibungen.

Ferner hat der Vorstand die Einziehung von rund 33 Millionen Stück eigenen Aktien beschlossen. Dadurch wird das Grundkapital von derzeit rund 914 auf 881 Millionen Aktien herabgesetzt werden.

Quelle: www.aktiencheck.de

Gerhard Cromme in der Gerüchteküche

Gerhard Cromme – der Aufsichtsratsvorsitzende von ThyssenKrupp und Siemens – befindet sich in der Schusslinie der Arbeitnehmervertreter des Elektrokonzerns.

Es ist Sommer und die heißen Gerüchte kochen hoch. Wird der Multi-Aufsichtsrat Gerhard Cromme, Chef der Kontrollgremien von ThyssenKrupp und Siemens seinen Posten beim Münchner Elektrokonzern verlassen? Im nächsten Jahr wird er 70 und nach bisherigen Regeln wäre er zu alt für den Aufsichtsrat von Siemens. Doch die Regeln sind geändert worden und einer erneuten Kandidatur Crommes im Dezember steht eigentlich nichts mehr im Weg. Aber es gibt Widerstände, und die stammen vor allem aus dem Arbeitnehmerlager bei Siemens.

Dort war Cromme schon immer unbeliebt, weil er mit hartem Besen nach der Korruptionsaffäre, die 2007 in Milliardenhöhe bei Siemens hochkam, ausgekehrt hat und dabei viele Alt-Siemensianer verärgert hatte. …

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Cromme bleibt mächtigster Aufsichtsrat

Gerhard Cromme bleibt der einflussreichste Firmenaufseher Deutschlands. Eine Studie der Universität Göttingen und des Handelsblatts sieht den Aufsichtsratsvorsitzenden von Siemens und Thyssen-Krupp vorn.

Düsseldorf / Berlin. Gerhard Cromme, Aufsichtsratsvorsitzender von Siemens und Thyssen-Krupp und Kontrolleur bei Allianz und Axel Springer, ist weiterhin der einflussreichste Firmenaufseher Deutschlands. Das zeigt eine aktuelle Studie von Handelsblatt und der Universität Göttingen.

Auf Platz zwei der mächtigsten Unternehmenskontrolleure folgt Paul Achleitner, frisch gekürter Chefaufseher der Deutschen Bank und Aufsichtsrat bei Bayer, Daimler und RWE. Auf Platz drei rangiert Bayer-Aufsichtsratschef Manfred Schneider, der ebenfalls bei Linde und RWE kontrolliert. Michael Wolff, Professor für Management und Controlling der Universität Göttingen, zählte nicht nur die Mandate, gewichtet mit der wirtschaftlichen Bedeutung des jeweiligen Unternehmens. Seine Wissenschaftler werteten auch Netzwerke und Status der 1.000 Aufsichtsräte aus, die von der Kapitalseite der 160 Dax-Unternehmen entsandt wurden. Größter Netzwerker und bestens verdrahtet ist demnach Henning Kagermann, im Gesamtranking auf Platz fünf.

Die Frauenquote auf der Anteilseignerseite ist in einem Jahr von etwa acht Prozent auf 13 Prozent geklettert. Allein 14 Frauen sind neu in die Räte der Dax 30-Konzerne eingezogen. Trotzdem zählen Aufsichtsrätinnen weiter nicht zu den mächtigsten Kontrolleuren.

Einflussreichste Rätin ist laut der Studie auf Rang 17 Renate Köcher, die Mandate bei Infineon, Allianz und BMW innehat. Auf Rang 27 folgt Nicola Leibinger-Kammüller (Lufthansa, Siemens, Axel Springer). Ursula Piech, Ehefrau des Volkswagen Patriarchen Ferdinand Piech, hat es durch den Einzug in den VW-Aufsichtsrat nur auf Rang 346 geschafft. Ihr fehlt es laut Studie noch an Reputation, Netzwerk und Status.

Quelle: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/koepfe/ranking-cromme-bleibt-maechtigster-aufsichtsrat/6806972.html